Zeitschichten. Studien zur Historik. Mit einem Beitrag von Hans-Georg Gadamer

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
Ob man Institutionengeschichte schreibt oder Wirtschaftsgeschichte, Verfassungs- oder Familiengeschichte ? stets ergeben sich andere Kontinuen und andere Krisen. Dies bedeutet auch, dass von denselben Ereignissen ganz verschiedene Darstellungen gleich wahr sein können, je nach Perspektive, und dass diese Perspektiven selbst an ihre Zeitlichkeit gebunden bleiben ? Grund genug für Goethes Anregung, "die Weltgeschichte von Zeit zu Zeit umzuschreiben". Was trennt historische Zeiten von den Zeiten nichthistorischer Erzählungen? Worin geht Geschichtsschreibung über das schlichte Notat historischer Ereignisse hinaus? In den Studien dieses Bandes wird das, was Dauer, was Lang-, Mittel- oder Kurzfristigkeit genannt wird, daraufhin befragt, was sich darin eigentlich wiederholt, um einmaliges Handeln zu ermöglichen. Denn außerhalb dieser Frage lässt sich Geschichte weder erkennen noch darstellen.

Mit der Benutzung dieses Service stimmen Sie mit folgenden Punkten überein:

Ihre E-Mail-Adresse und die E-Mail-Adresse des Empfängers werden ausschließlich zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers für einen Zeitraum von drei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird die Perlentaucher Medien GmbH die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.