Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie. Essay

Otto Müller Verlag, Salzburg 2005
Der Zwiespalt in Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter beschäftigte Zeitgenossen, Kritiker und Germanisten bis heute gleichermaßen. Für die einen ein langweiliger Biedermeier-Autor, ist er für die anderen ein großartiger Erzähler, hinter dessen stillen und genauen Naturbetrachtungen eine Neigung zum Katastrophalen und Exzessiven wirksam ist. Jenseits der vorhandenen Fronten, die sich zwischen Verehrung und Wiederentdeckung Stifters im Zeichen des sanften Gesetzes beziehungsweise einer Ablehnung als Dichter der Restauration bewegen, entwirft Leopold Federmair einen völlig neuen Zugang zum Werk des Autors. In einem Essay, der Raum lässt für autobiographische Parallelen, Lektüreerfahrungen und neue Werkinterpretationen entgegen bisheriger Ansätze, versucht Federmair ein Gesamtbild Stifters für die heutige Zeit zu entwerfen.

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