Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 26.05.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Leopold Federmair

Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie

Essay

Cover: Adalbert Stifter und die Freuden der Bigotterie

Otto Müller Verlag, Salzburg 2005
ISBN-10 3701310955
ISBN-13 9783701310951
Gebunden, 336 Seiten, 24,00 EUR

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Klappentext

Der Zwiespalt in Leben und Werk des österreichischen Schriftstellers Adalbert Stifter beschäftigte Zeitgenossen, Kritiker und Germanisten bis heute gleichermaßen. Für die einen ein langweiliger Biedermeier-Autor, ist er für die anderen ein großartiger Erzähler, hinter dessen stillen und genauen Naturbetrachtungen eine Neigung zum Katastrophalen und Exzessiven wirksam ist. Jenseits der vorhandenen Fronten, die sich zwischen Verehrung und Wiederentdeckung Stifters im Zeichen des sanften Gesetzes beziehungsweise einer Ablehnung als Dichter der Restauration bewegen, entwirft Leopold Federmair einen völlig neuen Zugang zum Werk des Autors. In einem Essay, der Raum lässt für autobiographische Parallelen, Lektüreerfahrungen und neue Werkinterpretationen entgegen bisheriger Ansätze, versucht Federmair ein Gesamtbild Stifters für die heutige Zeit zu entwerfen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 11.02.2006

Drei Bücher bleiben, resümiert Karl-Markus Gauß das zu Ende gegangene Adalbert-Stifter-Jahr, auch wenn er sie unterschiedlich beurteilt. Leopold Federmairs Essay hat ihn als vielschichtiges Buch überzeugt, den Autor empfiehlt er als "immer noch unterschätzten Außenseiter der österreichischen Literatur". In seiner Annäherung an Stifter geht Federmair von persönlichen Erfahrungen aus, die er mit Stifter teilt: die erzkatholische westösterreichische Heimat, den Besuch des Internats Kremsmünster, die Erfahrung der Bigotterie. Dabei beschränkt er sich nicht darauf, diese lang und breit zu schmähen, sondern betrachtet sie als unaufgelöste Spannung, die künstlerisch fruchtbar werden kann. Denn Bigotterie besteht in Federmairs Sicht, wie Gauß erklärt, vor allem darin, dass die religiöse oder ideologische Strenge umso stärker wird, je geringer das Vertrauen an die persönliche Glaubenskraft ausfällt.

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Archiv: Bücherschauen

Krisen des modernen Ichs

26.05.2012: FAZ und NZZ sind beeindruckt von Drastik und Zartheit in John Cheevers neu übersetztem Roman "Willkommen in Falconer". Ganz groß findet die FAZ auch Alexander Garcia Düttmanns neues Buch "Naive Kunst". Die SZ guckt Safaa Fathys Film über Derrida. Die taz staunt über Germán Kratochwils spätes Debüt "Scherbengericht", in dem das Wien der Kaiserzeit mit dem Patagonien der Gegenwart verbunden wird.
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Archiv: Vorgeblättert

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945, Band 3

07.05.2012: Der Band 3 der Edition "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" dokumentiert die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren seit März 1939 und im Deutschen Reich vom Beginn des Zweiten Weltkriegs bis zum September 1941. Lesen Sie hier einige Dokumente. Mehr lesen

Goncalo M. Tavares: Die Versehrten

19.04.2012: Mylia trotzt seit Jahren den Prognosen der Ärzte über ihren bevorstehenden Tod; Ernst, ihr ehemaliger Geliebter, ist seit seinem Aufenthalt in der Nervenklinik ein gebrochener Mann, und Hinnerk ist ein vom Krieg Gezeichneter. In einer schicksalhaften Nacht treffen all diese Personen aufeinander. Hier eine Leseprobe aus Goncalo M. Tavares' Roman "Die Versehrten". Mehr lesen

Laszlo Vegel: Sühne

12.04.2012: Ausgehend vom Vielvölkerstaat Jugoslawien beginnt László Végel eine Erkundung Europas und macht sich auf die Suche nach einem Ort, an dem eine sinnvolle Existenz möglich ist. Im Mittelpunkt der Vermessung der europäischen Möglichkeiten steht der wiederaufkommende Faschismus in Südosteuropa. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Sühne". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren