Anton Bruckner. Persönlichkeit und Werk

Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2004
Mit Notenbeispielen. Anton Bruckner (1824-1896) war zu Lebzeiten verkannt und umstritten. Heute gilt er als der bedeutendste Symphoniker nach Beethoven und vor Gustav Mahler, was die Originalität, Kühnheit und Monumentalität seiner Musik angeht. Das Bild des Menschen Anton Bruckner dagegen ist immer noch ein geradezu extremes Beispiel für die Macht der Vorurteile. Von keinem Geringeren als Gustav Mahler stammt das viel und gern zitierte Apercu: "Bruckner, ein einfältiger Mensch - halb Genie, halb Trottel." Constantin Floros' These ist, dass, anders als bisher behauptet, zwischen Persönlichkeit und Werk Bruckners eine enge Beziehung herrscht. Im Mittelpunkt der Darstellung stehen daher existenzielle Probleme: die Vorstellung, durch das Werk einem höheren Ziel zu dienen, die Auffassung von Musik als religiösem Bekenntnis, die Angst vor "Rivalen", wie Johannes Brahms, und einer feindlichen Öffentlichkeit, das gestörte Verhältnis zu Frauen, Einsamkeit und "Sympathie mit dem Tod".

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