Multitude. Krieg und Demokratie im Empire

Campus Verlag, München 2004
Aus dem Englischen von Thomas Atzert und Andreas Wirthensohn. Die Demokratie wird heute bedroht durch einen scheinbar permanenten und allgegenwärtigen Kriegszustand, der auch in Ländern und Regionen ohne aktuelle bewaffnete Konflikte die Freiheitsrechte und Demokratie einschränkt. Die Anschläge vom 11. September 2001 und der folgende "Krieg gegen den Terror" machten diese Kriegsordnung offensichtlich. Dennoch ist eine globale Demokratie durchsetzbar - durch die Macht der Multitude, der Menge, die, wie Hardt und Negri schreiben, im Innern des Empire lebt. Die Multitude, das sind die Vielen, vielgestaltig und einzigartig. Sie zeichnen sich weder durch gemeinsame Identität aus (Volk) noch durch Uniformität (Masse). Sie sind dabei, ein Gemeinsames zu entdecken, indem sie miteinander in Beziehung treten und gemeinsam handeln, sich global vernetzen und Wissen produzieren. Wie das funktionieren kann, zeigen Hardt und Negri in einer theoretischen Erzählung, die tief in das Geflecht unserer globalen Gesellschaft dringt und die notwendigen Voraussetzungen wie die möglichen Perspektiven ihrer umwälzenden demokratischen Veränderung aufzeigt.

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