Jacob, Menachem und Mimoun. Ein Familienepos

Berlin Verlag, Berlin 2004
Aus dem Französischen von Jürgen Ritte. Seit seinem Studienbeginn in Paris verfolgte Benabou das Projekt, das Familienepos seiner jüdisch-marokkanischen Vorfahren zu schreiben und von seiner Jugend in Meknes zu erzählen, einer Schnittstelle dreier Kulturen. Von einer ganz eigenen "Geschichte des Lesens", als hebräische Lettern noch mit Honig bestrichen wurden, von Thora-Schule und Synagoge, dem Gymnasium unterm französischen Protektorat, das die arabische Bildwelt des Jungen kolonisierte (was ihn 17-jährig nach Paris trieb), von den Großvätern Mimoun und Menachem, der Herzenswärme der Mutter, von Wesiren und Sultanen, Rabbinern und Kaufleuten, Berbern, Briganten und dem Schatten eines deutschen Kaisers. Aber der moderne Autor, der dreißig Jahre später erzählt, legt über den epischen Bericht eine andere Geschichte: die Geschichte dieses Projekts selbst.

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