Die Närrin. Roman

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2003
Aus dem Russischen von Esther Kinsky. Die dreizehnjährige Nadjka kehrt in ihr Dorf zurück. Ein Floß bringt sie flussaufwärts, genau an die Stelle, an der sie vor Jahren ausgesetzt worden war. Der Bruder Marat rekonstruiert ihre Geschichte: Weil das Mädchen geistig behindert ist, hatte man sie ihrem Schicksal überlassen. Sie hatte als Heimkind gelebt, musste Spott und Brutalitäten über sich ergehen lassen, mit ansehen, wie ihr bester Freund, als er sich für sie einsetzen will, dafür büßen muss. Schließlich war Nadjka geflohen. Für die, die ihren Weg durch die Steppe kreuzten, trug sie die Züge einer mythischen Lichtgestalt, einer Wunderheilerin. Doch die Odyssee ist nicht vorbei. Es ist das Jahr 1962, inmitten der Kubakrise fürchtet man einen atomaren Schlag der Amerikaner. In Hysterie und Todesangst erwarten die Menschen das Ende. Marat fleht Nadjka an zu handeln.

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