Sankt Peter in Rom und das Prinzip der produktiven Zerstörung. Die Baugeschichte von Bramante bis Bernini

Klaus Wagenbach Verlag, Berlin 2000
Mit 50 Abbildungen. Die Gründe für den Abriß von Gebäuden sind älter als die Moderne - der berühmteste Abriß traf den zentralen Bau der Christenheit, St. Peter in Rom. Bis ins 16. Jahrhundert stand an der vertrauten Stelle seit Konstantins Zeiten eine große Basilika, die dann Stück für Stück abgerissen und durch einen gewaltigen Dom ersetzt wurde, an dessen Bau alle Großen der Zeit beteiligt waren, von Bramante, Raffael und Sangallo bis Michelangelo, Maderno und Bernini. Über ein Jahrhundert lang war die riesige Baustelle nicht nur ein kostenträchtiges Ungeheuer, dessen (als Ablaß getarnter) Geldhunger unter anderem zur Reformation führte (und zurück zur Gegenreformation), sondern auch ein künstlerisches Experimentierfeld erster Ordnung. Horst Bredekamp erzählt, wie es dazu kam, und mit welchen Folgen.

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