Der diskrete Charme der DDR. Stasi und Westmedien

Propyläen Verlag, Berlin/München 2001
Den Medien der Bundesrepublik Deutschland schenkten die Machthaber der DDR stets ihre besondere Aufmerksamkeit - als Quelle feindlicher Propaganda, aber auch als Vehikel, um auf die öffentliche Meinung im Westen Einfluss zu nehmen. Entsprechend umfangreich waren die Bemühungen des Staatssicherheitsdienstes, sie lückenlos zu durchdringen. Hubertus Knabe rekonstruiert, wie es dem DDR-Geheimdienst gelang, in den Westmedien Fuß zu fassen. Er beschreibt das weitverzweigte Netz der Inoffiziellen Mitarbeiter, Einflussagenten und Kontaktpersonen und schildert, wie West-Journalisten von der DDR mit Belastungsmaterial über westdeutsche Politiker ausgestattet wurden. Mancher Skandal, der in Westdeutschland hohe Wellen schlug, stellt sich im Nachhinein als Ergebnis der "operativen Agitation" der Stasi heraus.

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