Selbstporträt (in der Fremde)

Frankfurter Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 2001
Aus dem Französischen von Bernd Schwibs. Nach fünf Romanen legt Jean-Philippe Toussaint ein Reisebuch vor, das gleichzeitig ein Selbstporträt und ein Nachdenken über das Schreiben ist. Auf Einladung von öffentlichen Institutionen und auch ganz privat fliegt der Schriftsteller um die Welt. Jedes der elf Kapitel ist einer Hauptstadt gewidmet - Tokyo, Berlin oder Hanoi. Das Ergebnis sind Miniaturen, schnelle Passagen, Impressionen, die mit scharfem Blick traumhaft Flüchtiges festhalten. Und stoisch wie alle Helden seiner früheren Romane meidet der reisende Toussaint die Sensationen und Sehenswürdigkeiten und beschwört auch nicht (Mode mancher travel writers) die Exotik der bereisten Länder, sondern beschreibt die Unabwägbarkeiten und Absurditäten der Gegenwart.

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