Die Stalinorgel. Roman

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2000
Mit einem Nachwort von Florian Radvan. Als der Roman "Die Stalinorgel" 1955 erschien, wurde er zu einem großen internationalen Erfolg. Es war das Debüt von Gert Ledig (1921?1999). Ein paar Jahrzehnte später ist ein Unbekannter neu zu entdecken und mit ihm sein vergessenes Werk. "Die Stalinorgel" schildert den verlustreichen Kampf um eine Anhöhe bei Leningrad ? aus deutscher und aus russischer Sicht ? mit einem Sarkasmus, der nie zum Selbstzweck wird, stets der Aufgabe untergeordnet bleibt, das grauenhafte Geschehen und die Verzweiflung der Kämpfenden zu konturieren, greifbar zu machen. Ledig kannte das Inferno um Leningrad aus eigener Erfahrung. Verwundet schickte man ihn 1942 zurück in die Heimat, wo er bald darauf den Schrecken des Luftkriegs begegnete. (Davon berichtet "Vergeltung", Ledigs zweiter Roman aus dem Jahr 1956, der im vergangenen Herbst wiederveröffentlicht wurde.)

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