Die Parks von Palilula. Roman

Jung und Jung Verlag, Salzburg 2009
Er ist ein Schriftsteller aus Treuchtlingen, der lange schon in Wien lebt. Er ist nicht mehr der Jüngste, ohne dass ihm das Älterwerden viel gebracht hätte, im Gegenteil: Er hat sich mehr erwartet von seiner Schreiberei, und er hat sich auch mehr erwartet von sich selbst. In dieser Situation trifft er auf etwas, womit er nicht rechnen konnte, was ihn vollkommen entwaffnet und sozusagen in die Bahn wirft: ein kleines winziges neugeborenes Kind mit einer in diesen Breiten nicht gewöhnlichen Eigenschaft: Es ist schwarz, es ist das Kind nigerianischer Eltern. Was den Schreiber daraufhin beschäftigt, sind zwei Dinge: zum einen eine Odyssee durch Wiener Ämter und schwarzafrikanisches Laissez-faire, immer in der Hoffnung, die Lebensbedingungen von Mutter und Kind zu regeln, zu verbessern; zum andern der Glaube - ja, Glaube - an das Erscheinen und die Erscheinung dieses Kindes, das ihm als lebendige Erneuerung aller vergessenen und verdrängten Hoffnungen und Möglichkeiten gilt.

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