Wilner Getto 1941-1944 / Gesänge vom Meer des Todes. 2 Bände in Schuber

Ammann Verlag, Zürich 2009
Aus dem Jiddischen von Hubert Witt. Zum Band "Wilner Getto": Juli 1944. An der Vertreibung der deutschen Eroberer aus Wilna sind auch jüdische Partisanen beteiligt. Nur Wenige haben überlebt. Kaum etwas ist geblieben vom "Jerusalem des Nordens", das Wilna einmal war: eines der bedeutendsten Zentren jüdischer Kultur in Osteuropa. Einige Handschriften, Bücher, Skulpturen und Leuchter konnten vor der Zerstörung bewahrt werden - in schützenden Verstecken oder vergraben im Erdboden. Abraham Sutzkevers Bericht Wilner Getto 1941-1944 ist Teil und Spur dieser Geschichte. Zu den "Gesängen": Sutzkevers lyrisches Werk, das in dieser Auswahl zum ersten Mal in deutscher Sprache vorliegt, ist eine poetische Zeugenaussage, mit deren Sprachgewalt er in den Louvre der großartigsten Dichtungen des 20. Jahrhunderts Einzug hält. In den jiddischen Versen von Abraham Sutzkever pulsieren die Emotionen in der jahrhundertealten Sprache der Träumer und Kabbalisten, Märtyrer und Heiligen. Es ist eine Sprache der Weisheit und Bescheidenheit, das Idiom einer verängstigten und hoffnungsvollen Menschlichkeit - reich an Erinnerungen, die über Generationen hinweg bewahrt werden.

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