Neue Nato: die ersten Kriege. Vom Militär- zum Kriegspakt

VSA Verlag, Hamburg 2009
Mit einem Vorwort von Hans-Christian Ströbele. Im Frühjahr 2009 feiert die NATO ihren 60. Geburtstag. Die internationale Friedensbewegung hat bereits zu Protesten aufgerufen. Die NATO ist nach 60 Jahren keineswegs am Ende. Statt 16 Mitgliedern 1990 wird sie 2009 mindestens 28 haben. Mit vielen weiteren Ländern ist sie militärisch verbündet. Denn nach dem Ende des Kalten Krieges erwies sich die NATO als wandlungsfähiger Militärpakt. Während ihre Gegenspielerin, die Warschauer Vertragsorganisation, sich auflöste, erfand die NATO sich neu. Bereits Anfang der 1990er Jahre entwickelte sie eine Strategie, die sie fit für die neue Epoche machte. Die Neue NATO war von vornherein auf konkrete Kriegsführung angelegt. Inzwischen kämpfen über 50.000 NATO-Soldaten, darunter 4.500 Angehörige der Bundeswehr, in Afghanistan. Ihren ersten Angriffskrieg hatte die NATO 1999 gegen Jugoslawien geführt - ohne Mandat des UN-Sicherheitsrats. Uli Cremer beschreibt den Weg der NATO vom weltweit führenden Militär- zum Kriegspakt.

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