Arktisches Monopoly. Der Kampf um die Rohstoffe der Polarregion - Ein Spiegel-Buch

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), München 2009
Knapp ein Viertel aller Öl- und Gasreserven der Welt wird in der Arktis vermutet. Bisher waren die Lagerstätten unter einer dicken Eisdecke verborgen, doch schmilzt diese in atemberaubendem Tempo. Schon in wenigen Jahren wird der Arktische Ozean im Sommer eisfrei sein. Eine russische Tauchfahrt im Sommer 2007, bei der am Nordpol eine Fahne im Meeresgrund verankert wurde, war der Startschuss für den Wettkampf um das Nordpolarmeer und seine Schätze. Russland, Kanada, Dänemark, Norwegen und die USA melden Gebietsansprüche an; aggressiv versuchen sie, die Hoheit über die Region für sich zu reklamieren. Politiker warnen bereits vor einem "Kalten Krieg in der Arktis". Streit gibt es aber auch um die Frage, was dort eigentlich zu holen ist: Während Politik und Wirtschaft auf große Ölvorkommen hoffen, sind einige Wissenschaftler skeptisch. Kaum abzuschätzen sind zudem die Folgen einer intensiven wirtschaftlichen Nutzung des empfindlichen Ökosystems.

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