Negative Diskriminierung. Jugendrevolten in den Pariser Banlieues

Hamburger Edition, Hamburg 2009
Aus dem Französischen von Thomas Laugstien. Robert Castel untersucht anhand der Jugendunruhen die Stigmatisierungs- und Deklassierungsmechanismen, die Migranten zu Bürgern zweiter Klasse machen, sowie die auch daraus resultierenden neuen Formen von Prekarität und Ausgliederung. Der Abbau dieser Benachteiligungen kann durch positive Diskriminierungsmaßnahmen gelingen, durch Bildungsförderungsgesetze und eine veränderte Stadtpolitik. Da sich die Probleme des Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer Gruppen durch Migrationsströme und eine neue demographische Konstellation verstärken werden, müssen die Voraussetzungen für einen plurikulturellen und pluriethnischen Staat entwickelt werden. In sofern ist die Banlieue eine Baustelle, auf der viel zu tun, aber auch viel zu lernen ist.

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