Marcel Proust. Biografie

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
Die "Biografie des Werkes" ist die einzig sinnvolle Aufgabe für einen Proust-Biografen. Mit diesem Leitfaden folgt Jean-Yves Tadie der Intention Prousts, der 1921 in seinem Aufsatz über Baudelaire betont, bei einer Biografie gehe es um das Warum und das Wie, nicht um das Was. Bei Tadie sind folglich die äußeren Lebensumstände und -zeugnisse, einschließlich der Korrespondenz, nur Belege und Mittel, um das "innere Leben", das, was Proust wusste, dachte, empfand, interpretierend zu erschließen. Die Darstellung fließt dabei nicht immer exakt linear. Sie reflektiert auch die Bruchstellen und registriert bewertend die Details von Belang und die oft retardierenden Bedeutungen der Ereignisse. Es ergibt sich ein Puzzle von Personen, Orten und Motiven.

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