Schwarzes Quadrat. Zwei Poetikvorlesungen

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2008
Herausgegeben von Daniel de Vin unter Mitarbeit von Walter Oberschlager. Mit einem Nachwort von Peter Bichsel. Anzukündigen ist die Erstveröffentlichung zweier Texte von Max Frisch: 1981, das Jahr seines siebzigsten Geburtstags, war für Max Frisch biografisch wie literarisch ein ereignisreiches Jahr: Nach der Scheidung von seiner zweiten Frau Marianne lebt er nun in New York - gemeinsam mit Alice Locke-Carey, Frisch-Lesern bekannt als "Lynn" aus der 1975 erschienenen Erzählung "Montauk". In Zürich wird an der ETH das Max Frisch-Archiv eingerichtet, und im Sommer und Herbst dieses Jahres entsteht die Erzählung "Blaubart". Zur gleichen Zeit schreibt Frisch zwei Vorlesungen, die er Anfang November 1981 in englischer Sprache am City College of New York hält. Beide Vorträge sind eine Reise durchs Werk und zugleich Instrument der Selbstbefragung und -erforschung: Welchen Impulsen folgt der Drang zu schreiben? Was vermag Literatur? Und zu welchem Zweck? Max Frischs Vorlesungen sind ein Manifest: ein Bekenntnis zur Poesie, die sich nicht abfindet mit dem Machbaren, die nicht lassen kann "von der Trauer, daß das Menschsein auf dieser Erde nicht anders ist". Unter dem Titel "Schwarzes Quadrat" erscheinen sie jetzt erstmals in deutscher Sprache.

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