

Andrew Cullen
Der schwangere Mann
Rogner und Bernhard Verlag, Berlin 2007
Aus dem Englischen von Christoph Hahn. Fast alle Bücher über Schwangerschaft, Geburt und Kinder sind von Frauen verfasst und für Frauen geschrieben. Viele davon haben einen romantisierenden, verklärenden Blick, der alles Unappetitliche, Peinliche, Eklige und Störende ausblendet. Selten wird gelacht. Schwangerschaft scheint für viele ein quasi-religiöses Thema zu sein. Dabei ist die Zeit der Schwangerschaft voll von unfreiwilliger Komik und bizarren Erfahrungen. Man besucht Geburtsvorbereitungskurse, in denen man mit wildfremden Menschen hecheln übt, man lässt sich von Ärzten mit Mama und Papa ansprechen, man redet über Gebärhocker wie über Gartenstühle und wickelt Plastikpuppen, als wäre es das Normalste von der Welt. Als Andrew Cullen erfährt, dass seine Freundin schwanger ist, entschließt er sich, die Zeit bis zur Geburt in einem Tagebuch festzuhalten und damit das Buch über werdende Väter zu schreiben, das er schon immer lesen wollte: Ein Buch, das sagt, wie es wirklich ist.