Die Innerschweiz im frühen Bundesstaat (1848-1874). Gesellschaftsgeschichtliche Annäherungen

Chronos Verlag, Zürich 1999
Die Innerschweiz im frühen Bundesstaat ist ein weitgehend unbekannter Kulturraum. Die Niederlage im Sonderbundskrieg schrieb sich in gewisser Weise fort, indem sich die Innerschweiz als "schwarzer Kontinent" gewissermassen zum weissen Fleck auf der historiographischen Landkarte der Schweiz entwickelte. Unter der Leitung des Historischen Seminars der Hochschule Luzern überprüfen elf Autorinnen und Autoren diese Sichtweise unter gesellschaftsgeschichtlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt stand die Frage, was «1848» für die Menschen und die Gesellschaft der Innerschweiz bedeutet hat. Hat der junge Bundesstaat durch seine moderne Verfassung die Lebenswelten der hier lebenden Menschen sofort nachhaltig verändert? Oder lassen sich gegenläufige Tendenzen ausmachen, die parallel zu dem zu erwartenden Bruch Kontinuitäten ins Blickfeld rücken? Wie haben die unterschiedlichen sozialen Gruppen der Innerschweizer Gesellschaft, wie haben Frauen und Männer die ersten Jahre des jungen Bundesstaates erlebt?

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