Martin Kacur. Lebenslauf eines Idealisten. Roman

Drava Verlag, Klagenfurt 2006
Aus dem Slowenischen übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von Erwin Köstler. "Lebenslauf eines Idealisten" - so nennt Ivan Cankar seinen Anfang 1907 erschienenen Roman "Martin Kacur" im Untertitel mit sarkastischem Unterton. Ein junger, liberaler Lehrer, der wegen seiner politischen Gesinnung versetzt worden ist, beginnt auch an seinem neuen Dienstort, aufklärerisch zu wirken. Von den Kollegen im Stich gelassen, muss er bald erkennen, dass er gegen die Autorität des Pfarrers nicht ankommt. Eine zur Gründung eines Volksbildungsvereins einberufene Versammlung endet mit einer allgemeinen Prügelei und bietet den Vorwand für Kacurs neuerliche Versetzung. Er wird Lehrer in Blatni dol, einem "Schlammloch", dessen Einsamkeit er durch die Ehe mit der Wirtstochter zu entgehen versucht. Kacur hat nicht die Kraft, in diesem Umfeld zu bestehen, und wird zum Trinker. Als er nach mehr als zehn Jahren endlich in ein lichteres Dorf versetzt wird, trifft er seine alten Kollegen wieder, die sich inzwischen zu Vordenkern der Freiheit gemausert haben und ihn, den an Leib und Seele Gealterten, als Klerikalen verspotten. Kacur, den seine Frau vor aller Augen betrügt und dessen Kinder sich von ihm distanzieren, begehrt ein letztes Mal verzweifelt gegen den Opportunismus auf ?

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