

Robert Conrad / Uwe Neumärker / Cord Woywodt
Wolfsschanze. Hitlers Machtzentrale im II. Weltkrieg
Ch. Links Verlag, Berlin 1999
Mit 198 Abbildungen und Karten. Die "Wolfsschanze" zieht einen jährlich wachsenden Touristenstrom nach Ketrzyn in Polen, in das frühere Ostpreußen. Viele Besucher stehen heute fasziniert vor den bemoosten Betonkolossen, den Resten einer Schaltzentrale, in der ein grausamer Vernichtungskrieg geplant wurde. Von hier aus regierte Hitler ab Juni 1941 das Deutsche Reich und die besetzten Gebiete, hier traf er die Entscheidungen im Zweiten Weltkrieg, die Europa an den Rand des Abgrunds führten. In der "Wolfsschanze" hielt Hitler Hof und versuchte, prominente Staatsgäste wie Benito Mussolini für seine Kriegspläne zu gewinnen. Bekannt wurde das Hauptquartier vor allem durch das Attentat des Oberst von Stauffenberg am 20. Juli 1944. Nur wenig später floh Hitler vor der heranrückenden Roten Armee, die Bunkeranlage wurde vom deutschen Militär teilweise gesprengt. Die Autoren dokumentieren die historischen Ereignisse, die mit diesem Ort verknüpft sind, und beschreiben auch den Alltag im "Führerhauptquartier". Die ausgedehnte Anlage wird durch bisher unveröffentlichtes Bild- und Kartenmaterial erstmals umfassend erschlossen.