Grammatik der Multitude. Untersuchungen zu gegenwärtigen Lebensformen

ID Verlag, Berlin 2005
Aus dem Italienischen von Thomas Atzert. Mit einem Nachwort von Jost Müller. Ausgangspunkt Paolo Virnos ist die These, dass der Begriff der "Multitude", im Gegensatz zum derzeit etablierten Begriff "Volk", heute ein unverzichtbares Werkzeug darstellt, um über Politik, Öffentlichkeit und gesellschaftliche Veränderungen nachzudenken. Im Anschluss an die Theorien Toni Negris und Michael Hardts wirft Virno die Frage auf, warum der Begriff "Volk" sich durchsetzen konnte und der Begriff "Multitude" verschwand, als es in der frühen Neuzeit darum ging, die sich konstituierenden Staaten als Nationen zu begründen. Heute, in der Krise des Nationalstaats wäre es nach Virno an der Zeit, den Begriff "Multitude" neu zu entdecken und so einen Horizont für mögliche gesellschaftliche Veränderung zu eröffnen.

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