Lichter der Berührung. Roman

Ullstein Verlag, Berlin 2005
Aus dem Serbischen von Bärbel Schulte. Wien 1994: Olga, eine junge Serbin aus Belgrad, flieht den Krieg in Bosnien und folgt ihrem Mann Andrej ins Wiener Exil. Belgrad, das ist für sie das zurückgelassene Zimmer mit den Büchern ihrer Lieblingsschriftsteller: Pessoa und Joyce; das ist die Zentralbibliothek, in der sie zuletzt gearbeitet hat, das sind die Familie und die Freunde. Wien versucht sie sich durch endlose Straßenbahnfahrten zu erobern, doch sie vermag nicht Fuß zu fassen in dieser Stadt, deren Sprache sie nicht spricht, und versinkt immer mehr in Hoffnungslosigkeit, an der ihre Ehe zu zerbrechen droht. Dragan Velikic verwebt das Schicksal Olgas mit einer anderen Erfahrung des Exils: mit der Geschichte von James Joyce und seiner Frau Nora, die im Jahre 1904 das politische und soziale Elend Irlands fliehen, um in Triest ein neues Glück zu suchen.

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