Unsterbliche. Nachrufe, Erinnerungen, Geistergespräche

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2004
Gedenkt man der zu gute nicht, / von denen gutes uns geschicht / dann wäre alles gleich wie nicht, / was gutes in der welt geschicht-. (Tristan+Isolde, V. 1-4) In diesem Buch gedenkt Friedrich Kittler der Unsterblichen, die sein Leben und Denken freundschaftlich begleitet haben. Ihre Namen stehen nicht nur in den Sternen, sondern auch zwischen und in den Zeilen seiner eigenen Texte, in denen sie unabschließbare Geistergespräche führen. Das erste Kapitel erinnert an Alberti, diesen Künstleringenieur, dem wir nicht nur das neuzeitliche Subjekt verdanken, sondern auch das Wissen um seine Unhaltbarkeit. Es folgen der großer Mathematiker des 17. Jahrhunderts Pierre de Fermat und der einzigartige Leibniz, bevor ein Tigersprung ins 20. Jahrhundert zu dem Begründer der Kybernetik Norbert Wiener, zu Alan Turing, Claude Shannon und Niklas Luhmann reicht. Unterbrochen vom wahnsinnigen Conrad Ferdinand Meyer stellt sich als Irrenarzt der Doktor Lacan ein, gefolgt vom schweigenden Gelächter Michel Foucaults. Am Schluss nur Geistergespräche über das Reden und das Schweigen, über Hades und Persephone.

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