Inferno. Oppiano Licario. Roman

Ammann Verlag, Zürich 2004
Aus dem kubanischen Spanisch übersetzt, herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Klaus Laabs. Mit einem Beiheft zu Leben und Werk des Autors. Einer der Großen Lateinamerikas und der Weltliteratur wird hier mit seinem zweiten bedeutenden Roman, der weltweit erstmals in seiner vollständigen Fassung vorliegt, sichtbar gemacht: Inferno. Oppiano Licario ist Fortführung und zugleich Vollendung des Jahrhundertromans "Paradiso" und steht als des Opus magnum zweiter Teil doch allein für sich. Wir treffen in Havanna die altvertrauten Freunde Cemi, Fronesis und Foncion wieder, lernen in Paris aber auch amerikanische Künstler, zwielichtige arabische Bombenwerfer sowie Ynaca Eco kennen, die ätherische Schwester der Vaterfigur Oppiano Licario. Als ein Meisterstück des modernen spanischsprachigen Barocks gelingt Lezama Lima in "Inferno. Oppiano Licario" der Brückenschlag zwischen Präzision und Ausschweifung, zwischen Traum und Wort. Und doch scheint mit aller Kraft hinter seiner sinnenfreudigen Fabulierkunst, ohne dass der tief gläubige Katholik Lezama sein religiöses Grundverständnis direkt anspricht, die heimliche Sehnsucht nach Erlösung hervor, nach der Auferstehung im Wort. Und so schließt Inferno. Oppiano Licario das außergewöhnlichste Diptychon der spanischen Sprache und bildet gleichermaßen den Schlusspunkt, die Versiegelung, des literarischen Werks von Lezama Lima.

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