Psychodarwinismus. Die Synthese von Darwin und Freud

Carl Hanser Verlag, München 1999
Aus dem Englischen von Matthias Reiss. Warum sind wir, wer wir sind? Bis heute spaltet diese Frage die Wissenschaft: Hier die Verfechter einer Vorbestimmung durch unsere genetischen Voraussetzungen, dort die Behauptung, dass wir durch Umwelt und Erziehung geprägt werden. Jede dieser beiden Positionen zieht Konsequenzen nach sich, die beispielsweise ganz praktische Fragen von Erziehung und Bildung berühren. Christopher Badcock ist es nun gelungen, diesen grundlegenden Widerspruch aufzulösen. Er kann nämlich beweisen, dass sich die epochalen Entdeckungen Darwins und Freuds nicht widersprechen, sondern ergänzen. Psychodarwinismus bedeutet, dass sich in der Evolution Verhaltensweisen durchsetzen, die Freud als psychische Mechanismen beschrieben hat: der Narzissmus etwa oder das Inzesttabu. Badcocks Thesen überzeugen um so mehr, als sie nicht auf Spekulationen beruhen, sondern sich auf Computersimulationen des evolutionären Geschehens stützen.

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