Nationalsozialisten gegen Hitler. Die nationalrevolutionäre Opposition um Friedrich Wilhelm Heinz

Siedler Verlag, Berlin 2000
Die Pläne, Hitler zu stürzen, sind vergleichsweise gut erforscht. Weitgehend unbekannt ist jedoch die nationalrevolutionäre Gruppierung aus dem Umfeld der berühmt-berüchtigten "Brigade Ehrhard", die vor allem seit 1938 bis 1940 mit eigenen konspirativen Plänen und Gesellschaftsentwürfen Einfluß auf den geplanten Staatsstreich der nationalkonservativen Opposition von Ludwig Beck und Carl Goerdeler zu nehmen versuchte. Zu diesem Netzwerk ehemaliger Freikorpskämpfer um Wilhelm Canaris und Hans Oster zählten unter anderem der spätere CSU- Landesgeschäftsführer Dr. Franz Maria Liedig und der im Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 hingerichtete SS-Führer Hartmut Plaas. Im Mittelpunkt des Buches steht Friedrich Wilhelm Heinz, der im Nachkriegsdeutschland den Nachrichtendienst im "Amt Blank" leitete. Heinz ist der Idealtypus des zwischen Links und Rechts, Rebellion und Abenteuer, Anpassung und Widerstand schwankenden nationalrevolutionären Freikorpskämpfers. Sein Lebensweg vom preußischen Leutnant des Ersten Weltkrieges zum Verschwörer gegen Hitler illustriert die Geschichte der Nationalrevolutionäre, ihren Anteil am Aufstieg der NSDAP und ihre Rolle und Bedeutung im konservativen Widerstand.

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