Die Kunst und ihr Schatten

Diaphanes Verlag, Berlin 2003
Nur im Schatten, so Perniolas Diagnose, entfaltet sich der komplexe und enigmatische Charakter künstlerischer Erfahrung. Die Frage ist: Gibt es für die Kunst überhaupt noch die Möglichkeit von Größe - jenseits ihrer restlosen Vermarktung, ihrer Selbstauflösung in Kommunikation oder ihrer Banalisierung in der Anti-Kunst? Aus der Betrachtung der verstörenden Tendenzen und Strategien der letzten Jahre - Posthuman, psychotischer Realismus, Cyberpunk - und der Werke Andy Warhols, Jacques Lacans und Roland Barthes kommt Mario Perniola zu dem Schluss: Nur in der bewussten Hinwendung auf das Kryptische wird die Kunst als das radikal Andere erscheinen können, das sie ist. Ein wesentlicher Anstoß zu einer Debatte über den derzeitigen Status von Kunst.

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