Sammelwunder, Sammelwahn. Szenen aus der Geschichte einer Leidenschaft

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2003
Warum häufen Menschen so viele Dinge auf, die sie nicht brauchen? Millionen von Sammlern geben sich einer Passion hin, die wahnhafte Züge annehmen und doch so hinreißende Triumphe feiern kann. Vielleicht handelt es sich um den heroischen Versuch, Ordnung - irgendeine Ordnung - in das Chaos der Erscheinungen zu bringen? Von den Wunderkammern und Kunstschränken der Renaissance bis zur Geburt des Museums und zum klassifikatorischen Raptus der neuzeitlichen Wissenschaft verfolgt der Autor die Geschichte dieser Obsession, die in der Demokratie die Massen ergriffen hat. Es gibt kein noch so phantastisches Objekt, das nicht die Begierde eines Sammlers erregt hätte. So sind Drachen und Kinderleichen, Schmetterlinge und Nägel vom Heiligen Kreuz ebenso gehortet worden wie unbezahlbare Gemälde und billige Plastikbecher.

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