

Hartmut Bitomsky
Kinowahrheit
Vorwerk 8 Verlag, Berlin 2003
Hartmut Bitomsky zählt zu den bekanntesten deutschen Filmemachern, der sich in seinen Dokumentarfilmen, wie "Deutschlandbilder" (1983), "Der VW Komplex" (1989) und zuletzt "B-52" (2001) auf höchst produktive, und oft provozierende Weise mit deutscher, beziehungsweise amerikanischer Geschichte auseinandersetzt: dabei sind Bilder, die er verwendet, niemals Illustrationen der Historie, sondern deren Zeugnisse, die zu sprechen beginnen, wenn man sie dem Blick wieder öffnet. Bitomskys Filmkritiken und Essays, die seit den 70er Jahren entstanden sind, scheinen zugleich die Bedingung und Fortsetzung seines filmischen Schaffens zu sein. Seine Reflexionen über das Verhältnis von Krieg und Kino, über das Thema der Arbeit, über die Tradition des Dokumentarfilms, über Lumiere und Chris Marker, über Regisseure wie Ford, Godard und Bresson leben von dem geübten Blick des Filmemachers und zeichnen ihn zugleich als einen der interessantesten deutschen Filmtheoretiker aus.