Freud und das Vermächtnis des Moses

Philo Verlag, Berlin - Wien 2003
Freuds letztes großes Werk "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" gehört zu seinen umstrittensten und problematischsten, aber auch anziehendsten Arbeiten und ist immer wieder zum Gegenstand von Mißverständnissen und Fehlinterpretationen geworden. Freuds darin aufgestellte Behauptung, Moses sei Ägypter gewesen, der von den Juden während des Auszugs aus Ägypten ermordet wurde, löste selbst bei seinen treuesten Anhängern, wo nicht direkten Widerspruch, so doch zumindest Verwirrung und Unverständnis aus. Dagegen erfuhr "Mann Moses" in den neunziger Jahren mit den Arbeiten von Yosif Hayim Yerushalmi, Jacques Derrida und Jan Assmann eine geradezu explosionsartige Anerkennung aud Aufmerksamkeit. Richard Bernsteins "Freud und das Vermächtnis des Moses" stellt nicht nur den vorläufig letzten Höhepunkt im Rahmen der (post-)modernen Neubewertung des Freudschen Oeuvres dar, sondern zeigt auch, weshalb und auf welche Weise der "Mann Moses" Freuds eigentliches Vermächtnis ist.

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