Erfundene Kunst. Eine Enzyklopädie fiktiver Künstler von 1605 bis heute

Die Andere Bibliothek/Eichborn, Frankfurt am Main 2003
Aus dem Niederländischen von Christiane Kuby und Herbert Post. Nein, hier geht es nicht um Fälschungen, sondern um Kunst in der zweiten Potenz! Die Romanciers und die Dichter haben von jeher Gefallen daran gefunden, alle Sachverständigen der Kunstgeschichte zu übertreffen, und sie haben ein Paralleluniversum erfunden, in dem es von Genies und Schwindlern, Selbstmördern und Größenwahnsinnigen wimmelt. An diesem Spiel der Spiegelungen haben sich von Shakespeare und Calderon bis Proust und Nabokov, von Goethe und Tolstoj bis Calvino und Sebald, Siegfried Lenz und Botho Strauß, viele große Autoren beteiligt. Die merkwürdigsten Überraschungen erwarten den Leser, der in diesem Irrgarten lustwandelt. Denn er wird hier nicht mit einer gewöhnlichen Anthologie abgespeist, sondern mit hunderten von witzig nacherzählten Lebensläufen dazu verführt, an eine Kunst jenseits der Museen zu glauben, mit allem, was zu einem seriösen Standardwerk gehört.

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