Im Dunkeln wird man schneller betrunken. Hinterkopfgeschichten

Nagel und Kimche Verlag, Zürich 2000
In vielen von Malkowskis Texten ist eine Geschichte angelegt, eine Begegnung, eine Erinnerung, ein Mensch, ein Gespräch - doch entscheidend ist immer der zündende Funke, die Knappheit, der Witz, die jedem einzelnen Satz entspringen. "Es kann nicht ohne Rückwirkung auf unser Denken bleiben, dass wir mit den meisten Menschen, die uns vor Augen kommen, niemals ein Wort wechseln ..." - aus einem Satz von lakonischer Alltäglichkeit wird ein Gedanke, der das Unerwartete gerade in diesen Alltäglichkeiten findet. Ironie an der Stelle von Pathos, sprachliche Präzision statt redseligem Erzählprunk, darin liegt die unverwechselbare Qualität von Rainer Malkowskis Prosa. "Gerade der nur wenige Zeilen umfassende Text erhebt den Anspruch auf Vollständigkeit - weil sein Autor kein weiteres Wort für nötig hielt".

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