Ursprung des postmodernen Denkens

Velbrück Verlag, Weilerswist 2000
Peter Bürger begreift das postmoderne Denken als Antwort auf die im Ersten Weltkrieg aufbrechende Krise der Moderne. Was diesem Denken seine Dynamik verleiht, ist die Auseinandersetzung mit den tragenden Kategorien der Moderne ? Subjekt, Arbeit, Fortschritt ?, die Hegel in der "Dialektik von Herr und Knecht" in einen konsequenten Zusammenhang gebracht hatte. Der dunkle Surrealismus antwortete darauf mit der Preisgabe des Subjekts, der Verweigerung der Arbeit und der Verwandlung der Welt in einen Raum von Möglichkeiten. Bürgers provokative Frage nach dem "Ursprung" des postmodernen Denkens beginnt bei der Hegelschen Philosophie des Todes, wie sie den französischen Intellektuellen vor allem durch Kojève vermittelt wurde, und untersucht die Rolle von Selbstmord, Opfer, Gewalt und Tod im politisch-ästhetischen Diskurs der dreißiger Jahre. Bürger zeigt, wie sich Bataille, Blanchot, Lacan, Foucault und Derrida im Kraftfeld dieses Denkens bewegen. Bürger zeichnet ein Bild der Postmoderne, in das die einander unversöhnlich gegenüberstehenden Positionen als Momente eingehen.

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