Stichwort

Unabhängigkeit

Rubrik: Magazinrundschau - 111 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 8
Magazinrundschau 19.07.2014 […] Der Guardian versammelt Stimmen schottischer Schriftsteller zum Referendum, und Gegner wie Befürworter der Unabhängigkeit vertreten sehr eindeutige Standpunkte. Irvine Welsh etwa möchte klarstellen, dass er nichts gegen Engländer hat, nur gegen ihre Klassengesellschaft: "Die Privatschul-Eliten, die Aristokratie, die Investmentbanker der City of London, Lobbyisten und imperialistische Kriegstreiber […] sollte, wird es bestimmt nicht lange dauern, bis auch in England eine echte demokratische Bewegung von unten entsteht." John Burnside dagegen findet das Referendum verlogen: "Für mich würde echte Unabhängigkeit letzten Endes auch die Befreiung von einem feudalen System bedeuten, in dem mehr als die Hälfte Schottlands weniger als 500 Menschen gehört und in dem die Regierung allein im letzten Jahr 663.695 […]
Magazinrundschau 12.07.2014 […] September über ihre Unabhängigkeit entscheiden. Nicht auszudenken, wenn aus Briten wieder Engländer (und Waliser) würden: "Ein friedlicher, demokratischer, gutregierter Nationalstaat ist ein Segen, den man nicht leichtfertig wegwirft. Das ist ein starkes, negatives Argument gegen den Wandel. Aber es gibt auch ein positives, das vor allem die Kampagne gegen die schottische Unabhängigkeit vorgebracht hat: […] aufgeklärten Konzept des Nationalstaats." In einem weiteren Artikel macht der Economist auch Autoren wie Perry Anderson, Tom Nairn und Irvine Welsh für den Glauben verantwortlich, dass nur die Unabhängigkeit von "britischen Imperialstaat" den verarmten Schotten die ersehnte Sozialdemokratie bringen könnte: "Der Mythos von den höhnischen, Jobs vernichtenden, Schotten hassenden Tories hat sich durchgesetzt […]
Magazinrundschau 16.09.2013 […] und geben Anlass zu einigen größeren Besprechungen in den großen amerikanischen Zeitschriften. Algerien war Camus persönliche Tragödie - er hoffte auf einen dritten Weg zwischen Kolonialismus und Unabhängigkeit, etwa in Form eines Bundesstaats, schreibt Thomas Meaney. Der Rezensent hält bei aller Symapthie mit Camus, wie fast alle heutigen Autoren, daran fest, dass sich Camus in der Frage geirrt hätte […] und "dritter" Welt auf eine schiefe Bahn, die sie bis heute nicht verlassen hat. In den Augen Camus', schreibt Meaney, "war die von der Front de Libération Nationale (FLN) verfochtene Version der Unabhängigkeit eine Katastrophe für Frankreich, Algerien und den Westen. Sie bedeutete nicht nur, dass Algerien einer Handvoll Terroristen ausgeliefert wurde und mehr als eine Million pieds-noirs in die Vertreibung […]