Stichwort

Uwe Timm

Rubrik: Vorgeblättert - 2 Artikel

Uwe Timm: Der Freund und der Fremde

Vorgeblättert 22.08.2005 […] ration in Berlin erschossen, war der Freund und Gefährte Uwe Timms, als beide Anfang der sechziger Jahre am Braunschweig-Kolleg das Abitur machten. Ein eigenwilliger, zurückhaltender, auf eine stille Art entschlossener junger Mann, der malt und die Werke der französischen Moderne liest, selbst Gedichte schreibt und zum ersten Leser Uwe Timms wird. Mit ihm zusammen entdeckt Timm Apollinaire und Beckett […] Uwe Timm: Der Freund und der Fremde Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005 160 Seiten, gebunden, Euro 16,90 Zur Leseprobe Mehr Informationen beim Verlag Kiepenheuer & Witsch Klappentext: Er liegt am Boden, eine junge Frau kniet neben ihm und hält den Kopf des Sterbenden, ein schmaler, junger Mann, den Blick zur Seite gerichtet. Das Bild wird zur Ikone, es wird Hunderttausende auf die Straße treiben […] auch, dass das Schreiben nicht nur ein einsamer Akt ist, dass man über Texte sprechen, sie verändern, sie verbessern kann, dass Nähe und radikaler Eigensinn gleichzeitig möglich sind. Zum Autor: Uwe Timm wurde 1940 in Hamburg geboren. Nach der Volksschule absolvierte er eine Lehre als Kürschner und besuchte das Braunschweigkolleg. 1963 bestand er sein Abitur. Es folgte ein Studium der Germanistik […]

Uwe Timm: Am Beispiel meines Bruders

Vorgeblättert 18.08.2003 […] Uwe Timm: "Am Beispiel meines Bruders" Kiepenheuer & Witsch, Köln 2003 160 Seiten, gebunden, 16,90 Euro erscheint Ende August 2003 Zur Leseprobe Mehr Informationen beim Verlag Kiepenheuer & Witsch Klappentext: Ein kurzes Leben, das lange nachwirkt - Uwe Timm erzählt die Geschichte seines älteren Bruders: Karl Heinz Timm, geboren 1924 in Hamburg, gestorben 1943 in einem Lazarett in […] in der Ukraine. Erst nach dem Tod von Mutter und Schwester fühlt Uwe Timm sich frei genug, über seinen sechzehn Jahre älteren Bruder zu schreiben, der sich 1942 freiwillig zur SS-Totenkopfdivision gemeldet hatte und nicht mehr zurückkehrte. Der Neunzehnjährige lebt weiter in der Trauer der Eltern, ihren Erzählungen, den sprachlichen Wendungen, die für sein Schicksal bemüht wurden, aber auch in den Träumen […] Warum wurden diese Träume nach einem halben Jahrhundert immer drängender? Der Impuls, über den Bruder zu schreiben, sich ein Bild von ihm zu machen, von seiner Generation im Nazikrieg, erwächst bei Uwe Timm auch aus der Notwendigkeit, über die Voraussetzungen der eigenen Biografie Klarheit zu gewinnen. Es ist die Frage nach familiären Prägungen, nach Werten und Erziehungszielen, nach Liebe, Nähe und […]