Stichwort

Rohingya

31 Presseschau-Absätze - Seite 2 von 3
Magazinrundschau 18.01.2018 […] dass sie, obwohl Bewohner, keine Bürger seien und anderswohin gehörten - nach Indien, Pakistan, Tamil Nadu oder, wie im Fall der Rohingya, nach Bangladesch. Myanmar hat drei Kategorien von Staatsbürgerschaft: Staatsbürger, naturalisierte und assoziierte Bürger. Die Rohingyas sind klassifiziert als Ausländer." […] Die Vertreibung der Rohingyas aus Myanmar reiht sich für Mukul Kesavan in ein politisches Denken, das in Südostasien immer weiter um sich greift und mörderische Gestalt annimmt: Die Hoheit der ethnischen Mehrheit, die bereits in Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka gilt und auch Indien allmählich erfasst: "Dieses Denken der Mehrheit behauptet verschiedene Ränge der Staatsbürgerschaft. Die Angehörigen […]
9punkt 20.09.2017 […] Für Andreas Lorenz, Autor einer Biografie über Aung San Suu Kyi, der heute in der taz kommentiert, sind die Rohingya bedauerliche Opfer der Umstände: "'Die Lady', wie die Birmesen sie nennen, steckt in einer furchtbaren Klemme. Vor allem aber kann sie sich nicht offen auf die Seite der Rohingyas stellen und das Militär verurteilen, wenn sie nicht ihr Lebensziel aufs Spiel setzen will: ein demokratischeres […] Aung San Suu Kyi hat in einer Rede die Verfolgung der Rohingya zum ersten Mal angesprochen, blieb aber recht vage, meint Verena Hölzl in der taz: "Auf aggressive Worte verzichtete die Friedensnobelpreisträgerin am Dienstagmorgen: Sie versprach stattdessen, dass alle Menschenrechtsverletzungen strikt verfolgt werden würden. Dabei schreckte sie davor zurück, das Militär direkt anzusprechen. Deutlicher […]
Magazinrundschau 19.06.2017 […] Das Granta Magazine hat einen Artikel des UNHCR-Mitarbeiters Keane Shum online gestellt, der bereits im Juni die bedrückende Situation der Rohingya umfassend beleuchtete. Shum berichtet, dass die muslimischen Rohingya im mehrheitlich von Buddhisten bewohnten Myanmar nie anerkannt wurden und daher als größte staatenlose Bevölkerungsgruppe der Welt systematisch ausgeschlossen und der Willkür der mya […] niedergebrannt worden.' Die Regierung von Myanmar leugnet jegliches Fehlverhalten. In einem KFC in Penan diskutierten meine Kollegen und ich, was das für die Rohingya bedeutet. Es war eine düstere Unterhaltung. Saw Myint und ein anderer Rohingya wechselten einige Worte in ihrer Sprache, der Dolmetscher übersetzte für uns: 'Die Tamarinde schmeckt immer sauer', sagten sie, 'was sauer ist, wird niemals […]
9punkt 06.09.2017 […] sicher nicht die erste Kandidatin für eine solche Maßnahme: George Monbiot fordert im Guardian, dass die Nobelpreisentscheidung für die Politikerin widerrufen wird. Es stimme zwar, dass inzwischen Rohingya in Birma gewalttätig wurden und die Polizei attackierten - aber die Sicherheitskräfte im Land verjagten die Bevölkerung in toto und seien verantwortlich für schlimmste Grausamkeiten. Aung San Suu […] wie überhaupt nicht zu diesen Exzessen: "In ihrer Nobelpreisrede bemerkte Aung San Suu Kyi: 'Wo immer Leid ignoriert wird, wird Konflikt gesät, denn Leid verbittert und macht zornig.' Der Zorn der Rohingya, die zu Waffen gegriffen haben, wird als Vorwand benutzt um ein Programm ethnischer Säuberung zu beschleunigen, das bereits vorher existierte." In der NZZ zeigt sich Ulrich Schmid erleichtert, dass […]
9punkt 05.09.2017 […] Die Rohingya flüchten zusehends nach Bangladesch, das berüchtigte Militär Birmas verfolgt sie unter dem Vorwand, einige Terroristen unter ihnen zu schnappen. Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die Birma seit über einem Jahr als Staatsrätin lenkt, aber sagt nichts zur Verfolgung  der Rohingya, schreibt Verena Hölzl in der taz: "Ihre Kommunikationsabteilung hingegen scheint sich daran zu ergötzen, […] etzungen des Militärs, wie sie die UNO, Human Rights Watch und andere Gruppen nach der letzten Sicherheitsoperation des Militärs gegen die Rohingya im Oktober dokumentiert haben." In einem zweiten Artikel erläutert Sven Hansen, dass der Konflikt um die Rohingya auch die Islamisten in Asien mobilisiert. Und NZZ-Kommentator Volker Pabst lernt, dass es auch einen "gewaltbereiten radikalen Buddhismus" […]
9punkt 24.01.2017 […] und "trotz ihres starken Mandats jeglichem Konflikt mit den Generälen aus dem Weg zu gehen". Am meisten leidet die muslimische Minderheit der Rohingyas: "Der Konflikt erreichte am 9. Oktober 2016 eine neue Dimension, als eine bis dahin unbekannte Rohingya-Miliz, die mutmaßlich aus dem Ausland unterstützt wird, neun birmesische Grenzsoldaten tötete. Birmas Armee schlug brutal zurück. Laut Menschen […] Menschenrechtsgruppen wurden mehr als 1.200 Häuser abgebrannt, 86 Personen getötet, 450 verhaftet und zahlreiche Frauen vergewaltigt. 66.000 Rohingyas flohen nach Bangladesch. Das Militär blockierte Hilfe für die Opfer, derweil die Regierung den Rohingyas vorwarf, ihre Häuser selbst anzuzünden, um der Regierung zu schaden." […]