Stichwort

Musikindustrie

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Das Buch hat Zukunft - aber nicht gegen das Internet

Virtualienmarkt 27.04.2008 […] neben dem angeblich "einzigen Weg" der juristischen Verfolgung von Kids viele, auch große Pop Bands längst erfolgreich mit Download Angeboten experimentieren und mit neuen - allerdings für die Musikindustrie nicht immer rosigen - Alternativmodellen ziemlich kreativ geworden sind, vom Vertrieb über Kaffeehausketten bis zur Verlagerung des Einkommensschwerpunktes auf Live Acts statt auf CD Verkäufen […] t: Die abstruse Anzeige verweist auch noch irgendwie auf die "milliardenschwere Telekommunikationsindustrie". Nun, die Buchbranche setzt rund 9 Milliarden Euro um, rund doppelt so viel wie die Musikindustrie, vor deren Karren sich die Verleger da spannen ließen. Was soll also der ganze Zinnober und das Flehen um "staatliche Aufsicht"? 1. Im Rückblick auf die Jahrzehnte seit der Schmutz- und Sch […] dann gewinnt man eher das Gefühl, dass nun endlich manch alte Zöpfe abgeschnitten werden und das Internet als produktive Herausforderung angegangen wird. Da die fragliche Anzeige nur von der Musikindustrie verantwortet wurde (laut "V.i.S.d.P.), ist ja zumindest Geld gespart, das man in ein gutes Zukunftsgespräch über Bücher investieren könnte. Und wenn man die Lektion mitbudgetiert, dass draller […] Von Rüdiger Wischenbart

Die Zukunft des Buchs hat angefangen

Virtualienmarkt 03.03.2008 […] Lesegeräte (inklusive Sony Reader oder Amazons Kindle) verhindert, und auch nicht durch die Unsicherheit über die "richtigen" Geschäftsmodelle. Auch die Furcht vor Piraterie und das Dilemma der Musikindustrie erklären nicht alles. Ich denke zunehmend, dass bislang einfach der Druck auf Verlagen und Handel nicht groß genug war, um Weichen zu stellen und neue Wege zu erkunden. Wenn man die zusätzlichen […] Von Rüdiger Wischenbart

Trotz Brockhaus: Dem Buch geht's gut

Virtualienmarkt 15.02.2008 […] haben die meisten Spitzenreiter - wie Pearson, Reed Elesvier oder Wolters Kluwer - ihre Hauptquartiere in London und Amsterdam. Und die größte Buchmesse ist bekanntlich jene in Frankfurt. Als die Musikindustrie vor einigen Jahren ins Chaos stolperte, war die Ursache und treibende Kraft nicht allein die Piraterie am Internet, sondern auch ein aus den Fugen gelaufener Kult um teure Stars, die ihre Mega […] Von Rüdiger Wischenbart

Neue Nutzungsmodelle für Google-Laptops

Virtualienmarkt 12.06.2007 […] Buchmesse ausmalen, wenn jeder Besucher auch nur ein Buch, das gerade kein "Bitte nicht stehlen" Schild hat, vorübergehend 'ausleiht'. Oder fürchten, dass bei der nächsten Aktion Scharf der Film- oder Musikindustrie gegen Downloadbörsen ein gewitztes Kid darauf hinweist, es habe doch nur gemacht, was durchaus branchenüblich sei, und gegebenenfalls würde es alle Songs und Filme ja wieder an die Eigentümer […] Von Rüdiger Wischenbart

Jetzt neu: Kultur als Gebrauchsware!

Virtualienmarkt 09.02.2007 […] Shakespeare, nicht für Nestroy oder gar für Goethe - man erhält, wie beim Kaufmann, einen Shakespeare-Pass, der abzustempeln ist!). Verfolgt man die aktuellste Runde an einschlägigen Debatten in der Musikindustrie - nicht die der wilden Independent Labels, sondern jene der großen Konzerne - hat man, aus einigem Abstand betrachtet, den Eindruck, als gäbe es nichts Hipperes als die Gebührenmodelle der öffentlich […] eingeführten Schutztechnologien (DRM - Digital Rights Management), und stattdessen eine kollektive Abgabe auf jedes verkaufte Endgerät, oder - eben ventiliert beim jährlichen Stammestreffen der Musikindustrie, der Midem, Mitte Januar in Cannes- die Möglichkeit einer Abgabe, welche die Internet Provider einbehalten (mehr dazu hier, ein Dossier zur Idea Economy hier). Jacques Attali, der französische […] Von Rüdiger Wischenbart

Von der Geliebten und den Schlammwegen

Post aus der Walachei 03.05.2006 […] ist so ein Weltbild einfach nur Bullshit. Der Sänger und Gitarrist von Luna Armara steht für eine ganz andere Musikszene Rumäniens, die man hier "Underground" nennt und die noch keinen Zweig der Musikindustrie bildet. In den Texten der Gruppe geht es um gesellschaftliche Dinge. In hier bisher ungewohnter Radikalität kritisieren sie den Zustand der politischen und intellektuellen Klasse Rumäniens, der […] Von Hilke Gerdes

Der Strukturwandel der digitalen Zirkulationssphäre

Virtualienmarkt 30.03.2006 […] Spiegel weitgehend unbehelligt in einem Artikel behaupten, illegale Musikdownloads seien rückläufig - Titel: "Ausgetauscht"(11/2006; hier als PDF). Von John Kennedy, dem Cheflobbyisten der globalen Musikindustrie (Foto), ließ sich Spiegel-Autor Thomas Schulz diktieren, das ess in Deutschland mittlerweile mehr brave Downloader als "Piraten" gäbe. Weltweit würden heute weniger Songs in Tauschbörsen angeboten […] digitale Zirkulationssphäre zu beobachten - der Horizont ist jedenfalls stark eingeschränkt: kein Wort über die zunehmende Bedeutung privater Tausch-Netzwerke, kein Wort über die Bedrohung der Musikindustrie durch On Demand-Webradio, kein Wort über die neuen Umgehungstricks der Nutzer für urheberrechtlich geschützte Inhalte. Thomas Schulz könnte nun Kai-Uwe Ricke anrufen. Aber Ricke würde ihm die […] Von Robin Meyer-Lucht

Internet Kills the TV Hit

Virtualienmarkt 18.01.2006 […] IP-Protokolls umso atemberaubender - trotz allem berechtigen Unmut über zerronnene Existenzen und Geschäftsgrundlagen. Die grösste Transformationserfahrung mit dem Netz hat bislang zweifelsfrei die Musikindustrie gemacht. Jeden Tag, den man länger im Internet herumsurft, fallen einem weniger Gründe ein, Musik auf CD oder überhaupt zu kaufen. Verlagerung ins Netz allerorten: Online-Werbung wuchs im vergangenen […] zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und seine Programmschema basierte Organisation stehen potenziell zur Disposition. Warum sollte das Fernsehen gegen den digitalen Wandel stärker immun sein als die Musikindustrie? Die zusätzlichen Freiheitsgerade der bidirektionalen Digitalkommunikation mit offenen Standards täten der Glotze gut. Eine Befreiung der Konsumenten ist dabei jedoch nicht immer schon auch eine […] Von Robin Meyer-Lucht

Eine feste Burg ist Konzern

Virtualienmarkt 12.04.2005 […] aus Beiträgen ihrer Mitgliedsländer, also aus Steuergeldern. Die Informationsverweigerung ist also kein skurriles Delikt irgend einer privaten Einrichtung! In jedem Fall, Gott, die FT oder die Musikindustrie geben - und manchmal nehmen sie auch wieder, oder versuchen es wenigstens. Oder anders gesagt, wären dies nicht Tage der apostolischen Trauer, oder zumindest des Respekts, man wäre leicht zu manch […] Herrschaftsansprüche über das Wissen und die Gewissheiten in der Welt. Was uns zum Anfang der Geschichte zurückbringt. Wir wissen natürlich, dass Wissen ein Schlüssel zur Macht sein kann. Wenn die Musikindustrie (oder sonst wer) verbieten will, dass man die Bösen auch nur benennen darf (und selbst, wenn die Gerichte dies, natürlich, als Unfug zurückweisen), dann wissen alle Umstehenden, dass es um die […] Von Rüdiger Wischenbart

Middelhoff, Anderson und das Netz

Virtualienmarkt 17.12.2004 […] Verlag Diogenes nicht länger von Amazon "auswringen" lassen (mehr hier). Auch iTunes diktiert Konditionen, die so manches Independent-Label als "kommerziellen Selbstmord" bezeichnet (mehr hier). Die Musikindustrie hat sich auch deshalb so schwer im Internet getan, weil sie versucht hat, einen mächtigen Intermediär wie iTunes irgendwie zu verhindern. Für reine Online-Angebote kommt erschwerend hinzu, dass […] Von Robin Meyer-Lucht

Die Situation ist paradox, aber vertraut

Virtualienmarkt 08.11.2004 […] unmöglich gemacht wird." (mehr dazu hier.) An die frühe Geschichte des Radios zu erinnern, ist immer eine gute Sache, wenn man den aktuellen Dschungelkrieg zu begreifen versucht, der rund um Musikindustrie, Quoten, Urheberrecht und das, was in unseren Ohren nachklingt, tobt. Dann kommt einem etwa in den Sinn, dass das Radio anfangs auf technische Erfindungen aufbaute, bei denen sich erst allmählich […] dass das 'Publikum' in der Regel eine passive Gesellschaft ist. Heute, nach nur ein paar Jahren ungestümer Internetpiraterie, insbesondere bei Musik, nach wild entschlossenen Klagekampagnen der Musikindustrie gegen die eigene, vorwiegend junge Kundschaft, und nun, in den vergangenen Monaten, nach der Einführung der ersten großen legalen Musikläden am Web auch in Europa hat sich plötzlich herausgestellt […] Manche der neuen legalen Musik-Läden experimentieren neuerdings mit Streaming- (also: "nur einmal anhörbaren" ) Angeboten um einen Cent pro Song. Die weltweit wichtigste Fachzeitschrift für die Musikindustrie, Billboard, hat nun sogar Handy-Klingelton-Charts einführt. Mit Handy-Klingeltönen werden weltweit pro Jahr rund 3,1 Milliarden US Dollar umgesetzt, in den USA allein etwa 300 Millionen. (Mehr […] Von Rüdiger Wischenbart