Stichwort

Leistungsschutzrecht

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Die erste europäische Linksteuer

Interview 14.09.2016 […] Thierry Chervel: Heute hat EU-Digitalkommissar Günther Oettinger seinen Entwurf für eine Reform des europäischen Urheberrechts vorgestellt. Hier ist auch ein Leistungsschutzrecht für Presseorgane vorgesehen. Könnte der Perlentaucher nach diesem Gesetz nach wie vor frei per Hyperlink und Snippet auf Artikel der europäischen Presse verweisen? Till Kreutzer: Das ist zumindest sehr fraglich. Links mit […] Von Thierry Chervel, Till Kreutzer

Anmerkung zu einem richtigen Urteil

Essay 01.07.2016 […] nach allem keineswegs überraschend - als rechtswidrig erwiesen hat, haben die Verwertungsgesellschaften und die Verlage dies selbst zu verantworten, zumal die Verlage in der Vergangenheit ein Leistungsschutzrecht, das sie für einen eigenen gesetzlichen Vergütungsanspruch für die Privatkopien benötigten, stets abgelehnt hatten. Die Politik übernimmt unkritisch deren unhaltbares Vorbringen und droht mit […] sie sei nur mit Verlegern und Urhebern zusammen in der Lage, die Vergütungen der Urheber bei den Vergütungsschuldnern einzufordern. Wenn das so tatsächlich ist, müssen die Verleger ein eigenes Leistungsschutzrecht mit eigenen gesetzlichen Vergütungsansprüchen erhalten und nicht einen Anspruch auf Beteiligung am Aufkommen der Urheber. Die Große Koalition schlägt mit der geplanten Gesetzesänderung zwei […] Von Martin Vogel

Sven Regener hat immer noch nicht recht

Redaktionsblog - Im Ententeich 24.11.2014 […] Künstler hatten es zu seiner Zeit eher schwerer als heute. - Die Piraten mögen in dieser Debatte patzig reagiert haben - aber die alten Medien taten es noch mehr. So wie in der Debatte um Leistungsschutzrechte wurden andere Positionen tendenziell totgeschwiegen. Und übrigens bis heute. Wer hat denn in der FAZ schon mal pro Open Source oder Open Access argumentiert? - Ihr sprecht auch nicht an, dass […] Von Thierry Chervel

Die Panik der Anderen

Redaktionsblog - Im Ententeich 17.12.2012 […] gewachsene Autorität einer Marke durch eine, und sei es teilweise, Überführung ins Digitale (Websites, Apps) erhalten und ausgebaut werden kann. Diese Überlegungen müssen jenseits der Frage nach dem Leistungsschutzrecht angestellt werden, auch jenseits der Frage, wie weiterhin mit Werbung oder anderen Dienstleistungen Geld verdient werden kann. Allerdings darf es nicht tabu sein, eine staatliche Subventionierung […] Von Ina Hartwig

Die Nacht der Leistungsschutzrechte

Redaktionsblog - Im Ententeich 28.11.2012 […] aber die Debatte zum Gesetzentwurf für ein Leistungsschutzrecht der Presseverlage ist für morgen Nacht zwischen 2 Uhr und 2.45 Uhr angesetzt – so die neueste Auskunft nach einem Anruf in der Pressestelle des Bundestags. In der Tagesordnung versteckt sich der Punkt Leistungsschutzrechte im TOP 19, in dem es um Urheberrechte geht (das Leistungsschutzrecht ist ja gerade kein Urheberrecht, aber man hat […] Kommentare oder auch nur die kritischen Berichte, als die deutschen Verlage eine Kampagne für das Leistungsschutzrecht fuhren, als sie zu Mikrofonständern mutierten, als Zeitungen wie die Welt und FAZ ihre eigenen Lobbyvertreter als unabhängige Experten ausgaben?" In der Debatte um das Leistungsschutzrecht entpuppten sich sämtliche Zeitungen bis hin zur renommierten SZ mit ihrem unschlagbaren Heribert […] Von Thierry Chervel

Das Leistungsschutzrecht wird floppen

Redaktionsblog - Im Ententeich 07.03.2012 […] die Verleger überhaupt ein Leistungsschutzrecht wollen. Im Koalitionspapier heißt es, dass die "Hersteller von Presseerzeugnissen ein eigenes Leistungsschutzrecht für die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge oder kleiner Teile erhalten sollen". Das klingt vage! - Denn wer ist im Netz ein Hersteller von Presseerzeugnissen? Soll das Leistungsschutzrecht in erster Linie auf die Ableger […] gründenden Verwertungsgesellschaft anmelden? Wenn ja, wäre der Geldsegen aus dem Leistungsschutzrecht für die Zeitungen am Ende nicht recht mager? Warum sollte man für so einen geringen Ertrag überhaupt ein Gesetz machen und einen weiteren bürokratischen Moloch aufbauen? - Und wofür wollen die Zeitungen eigentlich Leistungsschutzrecht? Christoph Keese, Cheflobbyist des Springer-Verlags und Hauptverfechter […] des Leistungschutzrechtes, versucht in seinem Blog zu beruhigen: "Nein, das Leistungsschutzrecht schränkt die Weitergabe von Informationen nicht ein. Das Zitatrecht wird nicht geändert, sondern umgekehrt: Es gilt mit allen bisherigen Bestimmungen auch beim Leistungsschutzrecht. Die Nachricht als solche wird ebenfalls nicht geschützt und wäre auch gar nicht schützbar. Frei bleibt auch der Link." Mit […] Von Thierry Chervel

Diesen Kuss der ganzen Welt

Redaktionsblog - Im Ententeich 16.02.2012 […] fünfzig Jahre nach seinem Tod. Wenn den Gelüsten der Verwerterindustrien stattgegeben wird, muss ein Komponist demnächst neunzig Jahre lang tot sein. Schon haben willige Politiker auch die Leistungsschutzrechte an Tonaufnahmen von fünfzig auf siebzig Jahre verlängert. Dagegen haben die Zeitungen nicht protestiert. Das alles führt dazu, dass große Teile der Kultur des 20. Jahrhunderts in den Regalen […] Deutschland vor allem daraum, die Machtverhältnisse der vordigitalen Zeit ins Netz zu übertragen und den Status quo so lange wie möglich zu erhalten. Wenn sich die Politik etwa in der Frage der Leistungsschutzrechte auf das Gejammer einlässt, betoniert sie - nach der automatischen Existenzgarantie für die Öffentlich-Rechtlichen - die deutsche Medienlandschaft um so mehr - und macht sie am Ende nur um so […] Von Thierry Chervel

Netz hat keine Grenzen

Redaktionsblog - Im Ententeich 20.12.2011 […] für Ebooks anzubieten, dann besser nicht, indem sie ihre Zeit verschwenden um bei Politikern ihre kulturelle Relevanz einzuklagen - wie die Zeitungskonzerne mit ihrem jahrelangen Kampf um ein Leistungsschutzrecht - sondern mit Ideen. Die Plattform der Verlage müsste besser sein als Amazon und Apple. Zum Beispiel indem diese Plattform liberal mit den Rechten umgeht. Physische Bücher kann man kopieren […] Von Thierry Chervel

Deutsche Zeitungen stehen kaum noch online

Redaktionsblog - Im Ententeich 04.10.2011 […] Gesellschaft über die Kostenloskultur im Internet klagen, wenn sie allenfalls zehn Prozent ihrer Zeitungsinhalte kostenlos hergeben. Das ist ihr gutes Recht, aber wofür genau wollen die Zeitungen Leistungsschutzrechte? Die spezifischen Netzinhalte der Online-Schaufenster lassen sich ja nicht als Zeitungstexte betrachten. Das FAZ.Net bezeichnet sich als "Nachrichtenportal". Leitungsschutzrechte auf Nachrichten […] Von Thierry Chervel

Betonierung des status quo

Redaktionsblog - Im Ententeich 22.06.2011 […] hält ihr Inhaltsverzeichnis gut versteckt. Dazu haben die Zeitungen natürlich ein gutes Recht! Nur sollten sie dann nicht behaupten, dass sie im Internet "Zeitung" machen und dafür auch noch Leistungsschutzrechte verlangen. Sie sollten auch nicht so tun, als würde die Präsenz der Öffentlich-Rechtlichen sie zwingen, ihre Inhalte kostenlos preiszugeben. Denn sie tun es jetzt schon nicht. Den größten Teil […] Von Thierry Chervel

Leistungsschutzrechte schaden - auch den Verlagen

Essay 30.03.2011 […] Womit wir endlich beim Leistungsschutzrecht angelangt wären, dem Thema dieses Vortrags. Denn was der US-Filmindustrie der achtziger Jahre der Videorekorder, ist deutschen Verlagen im Jahr 2011 das Internet. Ich sage bewusst nicht "Suchmaschinen", oder "Aggregatoren", oder "Google". Was Jack Valenti die Kopierabgabe für Videorekorder, ist Christoph Keese das Leistungsschutzrecht - und natürlich Mathias […] fragen: "Wann kommen denn endlich seine Argumente gegen das Leistungsschutzrecht?" Bitte sehr. Sie zu liefern, ist nicht besonders schwer. Ich habe sie kurzerhand kopiert aus einem Vortrag, den ich vor fast genau einem Jahr, am 28. April 2010, beim Publishers Forum in Berlin gehalten habe. Dort habe ich gesagt: Ein Leistungsschutzrecht würde die Presse- und Ausdrucksfreiheit gefährden, das Zitatrecht […] kann ich mich bei den Freunden des Leistungsschutzrechts nur dafür bedanken, dass sie es mir so leicht machen. Und, meine Damen und Herren, jetzt verstehen Sie vielleicht auch besser, warum ich so lange auf der Meta-Ebene unterwegs war. Weil die Meta-Ebene die einzige ist, auf der man bisher sinnvoll diskutieren kann. Darüber, welches Problem das Leistungsschutzrecht lösen soll, und ob es gut ist, das […] Von Matthias Spielkamp