Stichwort

Jugoslawien

Rubrik: Magazinrundschau - 41 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 3
Magazinrundschau 12.07.2019 […] Westeuropa bedeutete, und um ihn in der Mitte zwischen Ost und West anzusiedeln, hilft der Blick auf Jugoslawien, wo eine Art frühes Treffen zwischen Ost und West stattfand, eine Ahnung dessen, was nach 1989 geschah. Wie Frauen im restlichen Osteuropa auch, waren Feministinnen im zweiten Jugoslawien inspiriert durch zweite Welle des Feminismus im Westen. Es handelte sich um eine kleine, aber höchst […] Zsófia Lóránd erinnert an die feministische Bewegung vor 1989 in Osteuropa, vor allem im früheren Jugoslawien: "Die Erinnerung an den Feminismus in Osteuropa nach 1989 ist getrübt von der weit verbreiteten Angst, den Begriff radikaler Feminismus zu benutzen, der den Wunsch nach tiefgreifender sozialer Veränderung bezeichnet, um die Unterdrückung der Frau in allen Lebens- und Gesellschaftsbereichen […]
Magazinrundschau 01.07.2018 […] Kritik hochgelobte slowenische Schriftsteller Drago Jančar bekennt sich im Gespräch mit Přemysl Houda zu einer gewissen "Jugonostalgie", einer kulturellen Sehnsucht nach dem bunten, multiethnischen Jugoslawien, das es heute nicht mehr gebe. Aus diesen früheren Zeiten habe er noch Freunde etwa in Bosnien oder in Belgrad. Obwohl er sich in keiner Weise nach der damaligen Diktatur zurücksehnt, sagt er, erinnere […] Solidarität angesichts des unterdrückenden politischen Systems, das uns umgab", an die politischen Witze, über die man gemeinsam lachte. Überraschenderweise würden auch die jüngeren Leute, die Jugoslawien kaum noch erlebt hätten, diese Nostalgie verspüren. "Nach dem - im Falle Sloweniens zehntägigen - Krieg herrschte bei uns Anfang der 90er-Jahre ein undurchdringliches intellektuelles Schweigen über […]
Magazinrundschau 28.01.2016 […] Der Literaturwissenschaftler Mihály Szajbély singt László Végel zum 75. Geburtstag ein Ständchen und würdigt den in Novi Sad lebenden und an der Idee Jugoslawien festhaltenden Autor als Ausnahmeerscheinung in der ungarischen Literatur: "Dass László Végel während des Zusammenbruchs des Titoschen Kartenhauses, während der blutigen Kriege und des wirtschaftlichen Kollapses in Novi Sad ausharrte, bedeutete […] den optimistischen Glauben ans Überleben. Immer wieder besuchte er Szeged, er folgte jedoch den nach Ungarn Flüchtenden nicht. Weniger aus heroischer Haltung, denn aus innerem Zwang. Der Zerfall Jugoslawiens bedeutete für ihn den Zerfall der Heimat. An ihrer Stelle konnte Ungarn als Vaterland nicht treten." […]