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Flüchtlinge

Rubrik: Magazinrundschau - 33 Presseschau-Absätze - Seite 1 von 3
Magazinrundschau 02.04.2019 […] In einer auf acht Teile angelegten sehr lesenswerten Reportage, von der bisher vier erschienen sind, schildert die indische Journalistin Taran N Khan ihre Begegnungen mit afghanischen Flüchtlingen in Hamburg und Berlin. In den Teilen eins und zwei geht es um den Filmemacher Masoud, der mit Frau und zwei Kindern in Hamburg-Harburg lebt und sich recht isoliert und von der Gesellschaft nicht angenommen […] hat er hier seine Stimme, seine Gemeinschaft gefunden. Er hat sich in das Leben eines jungen deutschen Mannes geworfen und scheint eine sehr fluide Beziehung zu seinen Wurzeln und seiner Reise als Flüchtling zu haben. Im Gegensatz zu vielen älteren Migranten scheint er hier zu Hause zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass er von Geburt an zu einer Diaspora gehörte, die aus der Vertreibung entstanden […]
Magazinrundschau 07.07.2017 […] bis zum Beginn des Kalten Kriegs, darunter etwa die Konstruktion der Kategorisierung von "Flüchtling" und "Staatenlosem", aber auch die Art des Umgangs mit ihnen sowie ihrer "Verwaltung". Auf die Frage nach Vergleichsmöglichkeiten zu heute antworten sie: "Seit den 1920er-Jahren war der Schutz von Flüchtlingen ein europäisches und internationales Thema, insbesondere nach den Restriktionen, die die […] erung des Kontinents einführten. Das ist auch heute noch so, trotz der Probleme und Unstimmigkeiten innerhalb der europäischen Gemeinschaft. Man kann außerdem feststellen, dass die Aufnahme von Flüchtlingen immer politische und soziale Diskrepanzen erzeugt und ans Licht bringt. Die jeweilige Politik ist Ergebnis eines Kräfteverhältnisses und des Kompromisses zwischen den unterschiedlichen Konstellationen […] Konstellationen (Brüderlichkeit, Gleichgültigkeit, Andersartigkeit) und den Projektionen (Krieg, Elend oder auch Beschäftigungsschutz), deren Repräsentanten beziehungsweise Sündenböcke die Flüchtlinge sind." […]
Magazinrundschau 20.04.2016 […] Der französische Schriftsteller Emmanuel Carrère schickt eine Wahnsinnsreportage aus Calais, das sich in eine regelrechte Kriegszone verwandelt hat, um die paar tausend Flüchtlinge abzuwehren, die auf einen Weg nach Britannien hoffen: "Nachts errichten junge Männer in schwarzen Parkas und Strickmützen Barrikaden auf den Straßen, sie benutzen Äste und Einkaufswagen, um die Polizisten abzulenken und […] Sicherheitsmaßnahmen mit Infrarotsuchern, Wärmebilder und Herzschlagdetektoren. Es ist ein Albtraum für alle Beteiligten: Migranten, Polizei, LKW- und Autor-Fahrer, die entweder fürchten von einem Flüchtling angegriffen zu werden oder einen zu überfahren ... In Richtung Westen ist die ganze Landschaft, die einst bewaldet, hügelig und grün war, in einen riesigen Wassergraben verwandelt worden. Eurotunnel […]
Magazinrundschau 10.11.2015 […] ehemaliger Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, sieht die Ursachen für die ablehnende Haltung der mitteleuropäischen Gesellschaften gegenüber der Flüchtlingen weniger in der gängigen Erklärung der abgeschirmten sozialistischen Vergangenheit als im vermeintlichen Scheitern (zumindest wird das von vielen so empfunden) des Systemwechsels seit 1989: "In den […] grundsätzlich, dass sich ihr Schicksal zum Besseren wenden würde. Es galt: Auch wenn es sich etwas verzögerte, würde früher oder später jeder Erfolgserlebnisse haben. Wäre dies eingetreten, würden die Flüchtlinge heute leichteren Herzens empfangen werden. Übrigens kamen schon direkt nach der Wende nicht wenige: Minderheitenungarn aus den Nachbarländern, Kriegsflüchtlinge vom Balkan, aber auch Chinesen nach […]
Magazinrundschau 02.11.2015 […] Massimo Sestinis von oben geschossenes Foto eines Boots, das bis auf den letzten Quadratzentimenter mit Flüchtlingen besetzt ist, wurde berühmt und mit dem World Press Photo Award ausgezeichnet. Nun stellt es der Fotograf auf seine Website und fragt: "Wo seid ihr? Wenn du dich auf diesem Foto wiedererkennst, kontaktiere uns, wir wollen deine Gechichte hören." Sestini hat das Foto für den Espresso […] Inbild einer bedrohlichen und gesichtlosen Masseneinwanderung wahrnehmen und rät ihnen erstmal, das Foto im Vergrößerungsausschnitt heranzuzoomen, bis man in die hoffnungsfroh lachenden Gesichter der Flüchtlinge blickt: "Europa hat zwei Weltkriege, die Nazis und den Faschismus, interne Spannungen und ökonomische Krisen überwunden. Aber es hat sich nie ernstlich mit den Konsequenzen seines Kolonialismus […]