Stichwort

Ekstase

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Drei Schlote, zwei Krokodile, ein Fisch

Essay 25.07.2011 […] Malicks Erhaben­heits­pathos zeigten und ihm nicht bis an die Gestade des metaphysischen Kitsches folgen wollten, versäumten es selten, dem Wunder der Schönheit dieses Films zu huldigen: visuelle Ekstasen der Bewegung und des Lichts, inszeniert von einer Kamera, die ihre Objekte nie beobachtet und stillstellt, sondern sich gleich­sam zu deren subjektivem Organ macht, mit ihnen schwingt, schwebt, flackert […] Von Christina Striewski

Götter des Glücks und des Unglücks

Im Kino 03.09.2008 […] Die neunte Wolke ist im Englischen, was hierzulande der siebte Himmel ist. Ein sprachliches Bild für eine Ekstase, die vor nichts halt macht, vor der Vernunft, zum Glück, am wenigsten. Und im siebten Himmel, auf der neunten Wolke, schwebt Inge (Ursula Werner), die sich, nach ungestümem Sex, frisch in den lebenslustigen Karl (Horst Westphal) verliebt. Inge ist 70, Karl bald 80. Er ist Witwer, sie ist […] Von Thomas Groh, Ekkehard Knörer

Leseprobe zu Bernd Mattheus: Cioran. Teil 3

Vorgeblättert 01.10.2007 […] Lebensphase: "In dem Alter, da ich (?) 'Cartea amãgirilor' schrieb (?), lebte ich so intensiv, daß ich im Wortsinne befürchtete, als Religionsstifter zu enden? In Berlin und in München habe ich häufig Ekstasen erlebt - die für immer die Gipfel meines Lebens bleiben werden." "Wenn ich daran denke, daß ich 1934 in München mit einer solchen Intensität lebte, daß ich zu dem Schluß kam, auf dem Balkan würde […] Jeder Diktator hat eine messianische Henkerseele, die mit Blut und Himmel beschmutzt ist. Die Masse verlangt danach, daß sie befehligt wird. Die sublimsten Visionen, die von Engelsflöten verströmten Ekstasen vermögen nicht so zu begeistern wie ein Militärmarsch. Adam war ein Feldwebel." Im Juni desselben Jahres bewarb sich Cioran beim Bukarester Institut francais um ein Paris-Stipendium, indem er fingiert […]

Vorgeblättert

Vorgeblättert 11.08.2005 […] eit galt weniger dem Werk als dem Schreiben, der Logik der Produktion; zwar kannte er den Selbstgenuß, den die Veröffentlichung eines eigenen Textes bedeutete, jedoch wurde er überwogen durch die Ekstase, die der Entstehungsvorgang selbst auslöste. Diese Gewichtung schlägt sich in der latent fragmentarischen Struktur seiner Prosa nieder. Kafkas Arbeit ist selbst dort, wo ihre Produkte vom Autor zur […] Inszenierungskunst gehorcht. Kafkas Biographie zeigt, daß es sich der Literatur unterwerfen kann, indem es ihre Motivierungen und Bilder, ihre Sprünge, Widerstände, Stockungen und Verwerfungen, ihre Ekstasen, Glücksmomente und Grenzüberschreitungen, ihr Pathos und ihre Energie, ihre Schocks und Ausbrüche, Komödien und Vexierspiele in sich aufnimmt. Das Leben ist für Kafka vorrangig der Rohstoff, der vom […]