Stichwort

Ebooks

37 Artikel - Seite 2 von 3

Launisch und durchaus kokett

Virtualienmarkt 09.07.2012 […] von eBooks, dann aber die Spitzen der Branche zu sich rief und eine "Declaration on eBooks" unterschrieben ließ. Random House, Hachette, Holtzbrinck, Penguin, alle waren da und forderten, wie von der Kommissarin gewünscht, grenzenlose Zugänge zu eBooks in Europa und ein Ende des Umsatzsteuer-"Fiaskos" (Neelie Kroes), nach dem auf ein gedrucktes Buch in Deutschland etwa 7 Prozent, auf ein eBook jedoch […] Regeln der EU-Juristerei deswegen beanstandet würden. Also was bitte jetzt? Eine Wurzel allen Übels aber ist die Piraterie, das haben wir in den vergangenen Monaten nachhaltig kampagnenmäßig gelernt. Ebooks können nichts werden, und das Internet insgesamt ist zunehmend ein illegaler Beutekontinent, weil finstere Geheimbünde (unter anderem unter deutscher Führung, auch wenn deren Hubschrauberlandeplätze […] Inhalten ist ohne Zweifel ein sehr wesentliches Problem, mit dem Potenzial, manche Geschäfts- und damit Schaffensbereiche zu zerstören. Das deutsche, oder auch noch breiter definiert: das westeuropäische eBook-Geschäft zählt allerdings eher nicht zum Kernbereich der Bedrohung. (Wer diese Relativierung nicht glaubt sollte mit Verlagskollegen in Russland oder in den arabischen Staaten über das Thema reden. […] Von Rüdiger Wischenbart

Die schöne Seite der Kostenlosmentalität

Redaktionsblog - Im Ententeich 15.05.2012 […] praktiziert werden, gibt es zumindest im literarischen Bereich nicht. Die Branche funktioniert noch einigermaßen. Aber natürlich steht auch sie vor einem grundlegenden Wandel. Das anfangs ausgelachte Ebook wird sich durchsetzen und stellt traditionelle Arbeitsteilungen und Finanzierungsmodelle in Frage. Gleichzeitig verändert sich der Handel: Während intelligent operierende kleinere Buchhandlungen durchaus […] Von Thierry Chervel

Auf den Kopf gestellter Zauberlehrling

Virtualienmarkt 17.04.2012 […] Hause Louis Vuitton. So sehr Rechtssicherheit und Gleichheit vor dem Recht zu wahren sind, wäre wohl auch eine Differenzierung angebracht zwischen individuellen Vergehen (beim Download eines Songs, eBooks oder Filmes) gegenüber organisierten profitorientierten Veranstaltungen von erheblich weiterer Tragweite (Kino.to, Megaupload, oder die industrielle Herstellung und Verbreitung von Markenartikeln) […] Von Rüdiger Wischenbart

Das Ökosystem Buch und Lesen

Virtualienmarkt 13.03.2012 […] aufhalten und kann man verhindern, dass internationale Investoren sich ein Sahnekuchenstück am weltweit zweitgrößten Buchmarkt sichern - mit Blick auf digitale Herausforderungen? Wie ist das nun mit den Ebooks, kommen sie, oder in Deutschland eher doch nicht? Kindle- und Ipad-Sichtungen werden ausgetauscht werden wie Sportergebnisse. Mit wenigstens einer halben Million Ereader allein im Weihnachtsgeschäft […] Feldern mit seinen Kunden. Amazon wird zum Verleger, kauft Titel ein, übersetzt Bücher ins Englische, experimentiert als Leihbibliothek (was wiederum Buchverkäufe unterlaufen könnte), und ist bei Ebooks mit seinem Kindle wohl ebenfalls weit an der Spitze, vor der deutschen Konkurrenz. Zuwächse gibt es im Gewerbe mit Lesestoff überdies fast nur noch bei Online, und damit vor allem bei Amazon. Wirklich […] novel is dead", proklamierte der irische Verleger und aktuelle Präsident des europäischen Verlegerverbandes, Fergal Tobin, vor versammelten Vertretern der Europäischen Union vorige Woche mit Blick auf Ebooks, die den raschen Lesehunger wohl ziemlich rasch einfacher stillen würden als der Wälzer in der Aktenmappe (die zudem dünner wird, wenn sie nur noch ein Ipad enthält). Die Frage ist, was im komplexen […] Von Rüdiger Wischenbart

Selbst ist der Autor

Essay 08.02.2012 […] Jürgen Neffe ist ein Pionier, was das eBook betrifft. Sein Beitrag für den Perlentaucher hat mich allerdings irritiert. Er hat ja recht: Verlage haben kein Konzept, was eBooks und damit ihre Zukunft betrifft. eBooks sind hierzulange viel zu teuer, was man nur damit erklären kann, dass man ihren Siegeszug dringend verhindern möchte. Und von den Fehlern der Musikindustrie hätte man lernen können. Doch […] sagen, der in diesem ganzen Geschäft mit 6 bis 10 Prozent dabei ist, auch wenn doch er am "Risiko der Herstellung" mit mehr als dem, nämlich oft mit Leib und Seele beteiligt ist? Die Herstellung eines eBooks ist im übrigen gänzlich Autorensache, er liefert ja heutzutage bereits alles Nötige dafür frei Haus, und sorgt oft noch selbst fürs Lektorat, indem er einen Kollegen beschäftigt. Ganz zu schweigen […] sich nur noch wenige Blockbuster richtig gut verkaufen. Dank Amazon, dem großen Kraken, der uns mit seelenlosen Bestsellern überzieht? Oder müssen an diesem Zustand nicht, zumindest in Deutschland, wo eBooks noch keine wirklich große Rolle spielen und man seine Buchhandlungen liebt, nicht auch eben diese Buchhandlungen beteiligt gewesen sein? Wenn Verlage weder Vorschüsse bieten noch ein gutes Lektorat […] Von Cora Stephan

Der Abschied vom Universum Buch

Virtualienmarkt 30.01.2012 […] von Piraterie. Das verlangte nach einer eigenen Betrachtung.) Aber Bücher sollten, so die Erwartung in vielen Kulturgesprächen, etwas ganz anderes bleiben, wenigstens so lange, als hier noch keine Ebooks gelandet sind, denn die gibt es bekanntlich nur in Amerika. Tatsache ist jedoch, dass von Autorenschaft, Recherche und Produktion bis zum Bestellen bei Amazon und Weltbild längst schon auch das auf […] dass eine traditionell wie ein gegossener Block auftretende Kulturbranche auseinander driftende Eisschollen gebären wird. "Teddy & Co" drängen in Buchhandelsflächen, und Elektronikmärkte wollen Ebooks vertreiben. Die Gemeinsamkeiten zwischen Yogabüchern, Übersetzungen neuer finnischer Belletristik (die plötzlich bestsellerverdächtig werden kann, siehe Sofi Oksanen mit "Fegefeuer") und unterschiedlichen […] Rahmenbedingungen, und dies beginnt bei sehr banalen Dingen. Es ist desaströser Unsinn, wenn ein Buch zwar durch einen reduzierten Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent gestützt wird, der gleiche Titel als Ebook indessen mit 19 Prozent zur Kasse gebeten wird. Das vermag das ganze System der Stützung des Buchsektors zu zerstören. Hier ist Frankreich eben mit einem Gesetz vorgeprescht, doch die Europäische […] Von Rüdiger Wischenbart

Netz hat keine Grenzen

Redaktionsblog - Im Ententeich 20.12.2011 […] Lieber Jürgen, am Anfang Deines Textes stellst du fest, wie das Ebook Grenzen niederreißt, am Ende willst du neue Grenzen hochziehen! Du bist der Erfinder des Libroids. Du weißt, dass sich das "Buch" im Zeitalter seiner Digitalisierung verflüssigt. Die Grenzen zwischen Autor und Verlag, zwischen Buch und Buch, zwischen erster und zweiter Auflage, zwischen Buch und Bibliothek, zwischen Schrift und […] aus der alten Printwelt in die neue, noch gar nicht formierte, ständig in Bewegung befindliche digitale Welt. Hilke-Gesa Bußmann hat recht mit ihrem Kommentar zu Deinem Artikel: Die Frage ist, ob ein Ebook überhaupt ein "Buch" ist. (Auch auf Google Plus gibt es einen interessanten Kommentarthread zu dem Artikel.) Wie sehr die Dinge im Fluss sind, zeigt ja schon der Blick ein paar Jahre zurück. Im Jahr […] publizieren gleich bei Amazon und manchen gelingt dabei sogar ein Coup. Selbst etablierte Autoren nutzen Amazon, um ihre Backlist selber zu digitalisieren: Ihre Verlage kümmern sich nicht darum, obwohl Ebooks für den Leser gerade in der Backlist sinnvoll wären. Und in den alten Verträgen waren die entsprechenden Rechte nämlich noch nicht abgetreten. Die Autoren sind ganz zufrieden, wenn sie siebzig Prozent […] Von Thierry Chervel

Gutenberg und die Brandstifter

Essay 19.12.2011 […] hierzulande nur so geringe Einnahmen aus dem eBook-Geschäft, dass die Verluste für beide Seiten leicht verschmerzbar wären. Der klassische Buchhandel hätte bestimmt nichts dagegen. Was sich durch das Abtrennen der eBook-Rechte vom üblichen Autorenvertrag erreichen lässt, hat der amerikanische Agent Wiley eindrucksvoll vorgeführt, als er damit drohte, die eBooks seiner Autoren selber zu vermarkten. Selbst […] der Bestellungen durchreicht. In den USA verkauft das Unternehmen so bereits mehr eBooks als Bücher aus Papier. Die Firma nutzt ihre Vormachtstellung, Regeln zu diktieren, mit ihren Preisen den Markt zu bestimmen und den Verlagen höhere Rabatte abzuringen. Ähnlich verfährt Apple, das sich mit einem eigenen eBook-Format für seine Kultgeräte in der Welt der Apps einen geschlossenen Markt geschaffen […] seinen Anteil am eBook-Geschäft haben. Kunden dürften sich - von Fachberatern empfohlene - Werke im Laden für eine begrenzte Zeit gratis auf ihr Lesegerät laden und beim Kaffee anschauen wie heute Bücher aus Papier. Beim Kauf würde der Erlös zwischen Verlag und dem jeweiligen Buchhändler ähnlich den jetzigen Gepflogenheiten aufgeteilt. Kein Verlag und keine Buchhandlung müssten eBooks vorrätig halten […] Von Jürgen Neffe

Wenn Bischöfe einen Konzern abstoßen

Virtualienmarkt 25.11.2011 […] abgesehen von Amazon, massive Strukturprobleme bekommen - während Weltbild schon seit Jahren massiv seine Online-Strategie ausbaut, und dies erfolgreich tut, mit wiederum steilen Ansagen in Bezug auf eBooks, und dies sogar als selbstbewusster Herausforderer gegenüber Amazon. Mit einem selbst geschätzten Umsatzanteil von "18 Prozent am populären Buchmarkt (Versand und stationär)", eigenem eReader, V […] USA (Barnes & Noble) als attraktive Zielobjekte für einen Einstieg. Besonders aussagekräftig ist dabei der Einstieg von Liberty Media bei Barnes & Noble, bei dem es vorrangig um die hoch attraktive eBook Plattform Nook der Handelskette ging. Wer Weltbild kauft, erwirbt 18 Prozent Umsatzanteil im zweitgrößten Buchmarkt der Welt - und angesichts der chaotischen Vorgaben seitens der Eigentümer von Weltbild […] Wirklich entscheidend aber wird die strategische Ausgangsposition aber auf den entscheidenden Innovationsfeldern sein, also in Sachen "multi-Channel"-Verkauf (über Läden und am Internet) und beim eBook Vertrieb. Die Übernahme vor wenigen Wochen des smarten kanadischen Startups Kobo durch das japanische eCommerce Haus Rakuten zeigt, wie global verzahnt die Welt heute selbst bei Büchern ist. Der deutsche […] Von Rüdiger Wischenbart

Print minus 20 Prozent

Virtualienmarkt 09.02.2011 […] spiegelt sich der lieblose Umgang mit dem Thema in eBook-Preisen, die mitunter sogar ein paar Cent über dem einer gedruckten Ausgabe liegen. Das liegt einerseits an der Umsatzsteuer, die für gedruckte Bücher herabgesetzt ist, aber beim eBook mit vollen 19 Prozent anschlägt. Und wenn ein Verlag ohnedies nicht an digitale Erlöse glaubt, und seine eBooks nicht einmal im Verlagsprogramm ausweist, dann kann […] unterlegen. Nachdem der Online-Händler Amazon im Vorjahr mit der Meldung für Schlagzeilen gesorgt hatte, wonach mehr eBooks als gebundene Titel verkauft würden, legte der in Seattle beheimatete, mittlerweile wohl unbestritten weltgrößte Buchhandelskonzern Anfang 2011 nach, nun hätten eBooks auch die Taschenbuchumsätze getoppt. Die amerikanische digitale Lesetsunami hat unterdessen auch Großbritannien […] anboten und darüber auch die dazugehörigen eBook Titel auf den Markt brachten und ihre mächtigen Marketingmaschinerien anwarfen - mit, wie gesagt, aus ihrer Sicht guten ersten Resultaten. Im nächsten Schritt führt Thalia nun eben ein runderneuertes Lesegerät der zweiten Generation ein, mit dem ohne Zusatzkosten jederzeit und überall über das Handynetz eBook Titel gekauft und sofort auch bereitgestellt […] Von Rüdiger Wischenbart

Kleine Verschiebung, große Dynamik

Virtualienmarkt 20.12.2010 […] geworben wird. "Jetzt kaufen. Print Ausgabe 31,00 Euro - durchgestrichen. eBook 26,99. Sie sparen 5,01. Sofort lieferbar (Download)". Darunter wartet schon der "Warenkorb". Das Beispiel ist bei Libri.de gezogen, dem mit Abstand wichtigsten Großhändler in Deutschland, der gerade auch bei eBooks mit Abstand das breiteste Angebot hat. Libri, bis vor kurzem eine dem Lesepublikum kaum bekannte graue Se […] Natürlich ist die Suche nach eBooks noch ziemlich mühsam, zu unberechenbar ist das Angebot, zu willkürlich, was von Verlagen digital zum sofortigen Download angeboten wird, und was nicht. Und die Wirrungen enden nicht mit der erfolgreichen Suche. Die fangen mit dem Fund erst so richtig an. Das Auffälligste ist gewiss, wie durchgängig hier, auch bei deutschen Angeboten, plötzlich über den Preis geworben […] zweiten Lehrjahr die Unterschiede zwischen gebundener und Taschenbuchausgabe vorrechnen sowie auf den Wert einer Neuerscheinung und die Übersetzungskosten verweisen. Das Problem ist nur, dass beim eBook viele dieser Unterschiede aus der Perspektive der Leser kaum nachzuvollziehen sind. Denn es gibt im Digitalen keine Differenz zwischen "gebundener Ausgabe" und "Taschenbuch". Das Dilemma ist nicht […] Von Rüdiger Wischenbart

Ebooks unterm Weihnachtsbaum

Virtualienmarkt 09.12.2010 […] "Schatz, legst Du schon mal die eBooks unter den Weihnachtsbaum?" Der Satz wird diesmal noch nicht ganz so häufig ins Wohnzimmer gerufen werden, aber es wird ihn geben. Er wird sich diesmal noch eher auf kleine Kartonschächtelchen mit den Lesegeräten darin beziehen, denn die Bücher selbst, jeweils gerade mal eine kleine elektronische Datei, in ein paar Sekunden aus dem Netz geladen, benötigen keine […] bis 26,90 Euro (für die englische Hörbuchfassung). Dazwischen liegen das deutsche Hörbuch für 24,90 Euro, die deutsche gebundene Ausgabe um 19 Euro sowie zum sofortigen Download ein deutschsprachiges eBook mit der Ausgabe zum Film für 9,99 Euro. So manch anderes zurzeit beliebte Geschenkbuch gibt es zum Download auf English zu einem Bruchteil der ausschließlich auf Papier verfügbaren deutschen Übersetzung […] runter zu laden (für 17,29 Dollar bei Kobobooks), statt die stattlichen 736 Seiten auf Papier für 25,70 Euro nach Hause zu tragen. Der Versuch herauszufinden, ob es auch die deutsche Übersetzung als eBook gibt, scheitert auf der Website des Rowohlt Verlages daran, dass es keine klare Fehlermeldung gibt, sondern den vielleicht etwas willkürlich anmutenden Verweis auf "Dr. Ankowitschs Kleinen Seelenklempner" […] Von Rüdiger Wischenbart