Stichwort

Ebooks

Rubrik: Essay - 7 Artikel

Für Open Access in den Geisteswissenschaften

Essay 16.09.2013 […] eine Entwicklung, die ermutigend scheint, aber eher alarmieren sollte: Es gibt immer mehr Ebooks, also elektronische Bücher, die über das Internet gegen Bezahlung angeboten werden. Das Schlechte der neuen digitalen verbindet sich hier mit dem Schlechten der alten analogen Welt: Für Geisteswissenschaftler ist ebook und open access meistens sowieso das Gleiche, halt alles elektronisch oder irgendwie online […] Von Hubertus Kohle

Das Nächste, bitte!

Essay 27.09.2012 […] Positionen noch in der alten Buchkultur gemacht hat. Der Siegeszug der eBooks Ökonomen raten etablierten Unternehmen, im Falle disruptiver Innovationen früh genug auf solche Verschiebungen zu achten. Im Literaturbetrieb werden solche Ratschläge allerdings immer noch gern überhört. So hat man zuerst gehofft, dass die Einführung der eBooks noch lange auf sich warten lässt. Kaum waren die Lesegeräte auf dem […] unglaublich gering, dass niemand nervös werden muss. Als sie nach oben schossen, blieb man stumm. Als sie dann zwischendurch wieder leicht nach unten gingen, frohlockten die Branchenblätter, der Hype ums eBook sei wieder vorüber. Mittlerweile erobern die elektronischen Bücher die Bestsellerlisten. Die New York Times hat im August gleich zehn Romane auf den vorderen Rängen gemeldet. Sie wurden über unabhängige […] gegeben, als sie sich vor einigen Wochen in Berlin mit den großen Literaturagenturen trafen, um ein eigenes Verlagsprogramm vorzustellen. Darin soll es auch gedruckte Bücher geben, vor allem aber sollen eBooks annonciert werden. Amazon garantiert, sich um die Texte, die bei ihnen erscheinen, ganz besonders zu kümmern. Und das können sie. Immerhin gehört ihnen der Buchladen, der in Deutschland Branchenriesen […] Von Stephan Porombka

Selbst ist der Autor

Essay 08.02.2012 […] Jürgen Neffe ist ein Pionier, was das eBook betrifft. Sein Beitrag für den Perlentaucher hat mich allerdings irritiert. Er hat ja recht: Verlage haben kein Konzept, was eBooks und damit ihre Zukunft betrifft. eBooks sind hierzulange viel zu teuer, was man nur damit erklären kann, dass man ihren Siegeszug dringend verhindern möchte. Und von den Fehlern der Musikindustrie hätte man lernen können. Doch […] sagen, der in diesem ganzen Geschäft mit 6 bis 10 Prozent dabei ist, auch wenn doch er am "Risiko der Herstellung" mit mehr als dem, nämlich oft mit Leib und Seele beteiligt ist? Die Herstellung eines eBooks ist im übrigen gänzlich Autorensache, er liefert ja heutzutage bereits alles Nötige dafür frei Haus, und sorgt oft noch selbst fürs Lektorat, indem er einen Kollegen beschäftigt. Ganz zu schweigen […] sich nur noch wenige Blockbuster richtig gut verkaufen. Dank Amazon, dem großen Kraken, der uns mit seelenlosen Bestsellern überzieht? Oder müssen an diesem Zustand nicht, zumindest in Deutschland, wo eBooks noch keine wirklich große Rolle spielen und man seine Buchhandlungen liebt, nicht auch eben diese Buchhandlungen beteiligt gewesen sein? Wenn Verlage weder Vorschüsse bieten noch ein gutes Lektorat […] Von Cora Stephan

Gutenberg und die Brandstifter

Essay 19.12.2011 […] hierzulande nur so geringe Einnahmen aus dem eBook-Geschäft, dass die Verluste für beide Seiten leicht verschmerzbar wären. Der klassische Buchhandel hätte bestimmt nichts dagegen. Was sich durch das Abtrennen der eBook-Rechte vom üblichen Autorenvertrag erreichen lässt, hat der amerikanische Agent Wiley eindrucksvoll vorgeführt, als er damit drohte, die eBooks seiner Autoren selber zu vermarkten. Selbst […] der Bestellungen durchreicht. In den USA verkauft das Unternehmen so bereits mehr eBooks als Bücher aus Papier. Die Firma nutzt ihre Vormachtstellung, Regeln zu diktieren, mit ihren Preisen den Markt zu bestimmen und den Verlagen höhere Rabatte abzuringen. Ähnlich verfährt Apple, das sich mit einem eigenen eBook-Format für seine Kultgeräte in der Welt der Apps einen geschlossenen Markt geschaffen […] seinen Anteil am eBook-Geschäft haben. Kunden dürften sich - von Fachberatern empfohlene - Werke im Laden für eine begrenzte Zeit gratis auf ihr Lesegerät laden und beim Kaffee anschauen wie heute Bücher aus Papier. Beim Kauf würde der Erlös zwischen Verlag und dem jeweiligen Buchhändler ähnlich den jetzigen Gepflogenheiten aufgeteilt. Kein Verlag und keine Buchhandlung müssten eBooks vorrätig halten […] Von Jürgen Neffe