Stichwort

Diskriminierung

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Leseprobe zu Amartya Sen: Die Idee der Gerechtigkeit. Teil 1

Vorgeblättert 13.09.2010 […] egalitäre Formel braucht, um eine Theorie verteidigen zu können, zeigt, welche Aussagekraft der Nicht-Diskriminierung zugeschrieben wird, und das Motiv dafür könnte die Vorstellung sein, dass eine normative Theorie voreingenommen und willkürlich wäre, wenn sie die Bedingung der Nicht-Diskriminierung nicht erfüllen würde. Damit wird offenbar anerkannt, dass eine Theorie ohne Unparteilichkeit in der einen […] Argument, dass Prinzipien gebraucht werden, die kein Beteiligter mit "vernünftigen Gründen" widerlegen kann, dann besteht womöglich eine starke Verbindung zwischen allgemeiner Annehmbarkeit und Nicht-Diskriminierung, die verlangt, dass grundsätzlich Menschen als gleich angesehen werden müssen, dass ihr Einspruch also wichtig genommen werden muss. Gleichheit, Unparteilichkeit und Substanz Der Befähigungsansatz […]

Eine Utopie stirbt

Essay 08.06.2010 […] Respekt für Religionen, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. Im Namen des Antiimperialismus diffamieren linke Aktivisten den Universalismus als Neokolonialismus. Im Namen des Kampfes gegen Diskriminierung werden "ethnorassische" Bevölkerungskategorien definiert. Im Namen der Vielfalt kultiviert man das Trennende. Im Namen der Authentizität rehabilitiert man den Exotismus und nimmt den Anderen in […] . Der Antirassismus hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs enorme Fortschritte gemacht. Der Windhauch des Universalen half, Ideologien zu entlarven, Grenzen einzureißen, Tabus zu brechen, Diskriminierungen und Ungleichheiten abzubauen. Aber jede Bewegung neigt zum Exzess. Wie durch einen Pendelschlag entsteht eine neue Herausforderung. Im Namen des Antirassismus und des Rechts auf die Differenz […] bewusst von "Ansatz", um nicht das Bild allzu abgeschlossener "Modelle" vor Augen zu stellen. Sie sind nicht hermetisch und beeinflussen sich in einer globalisierten Welt gegenseitig. (...) Positive Diskriminierung, ethnische Statistiken, das französische Gesetz über religiöse Zeichen in öffentlichen Schulen, Laizismus. In all diesen Themen gibt es wirkliche Nuancen. Aus historischen und politischen Gründen […] Von Caroline Fourest

Von der grünen Spielwiese in die Hölle

Essay 09.04.2010 […] Rolle. Im Gegenteil: Als der CDU-Abgeordnete Leo Dautzenberg am 5. Juli 2000 die Bundesregierung fragte, was sie zu der Einladung Khatamis bewogen habe, obwohl "Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung von Frauen weiter stattfinden" antwortete Ludger Volmer, der grüne Staatsminister im Auswärtigen Amt: "Deutschland hat ein Eigeninteresse, mit dem Iran in allen Bereichen konstruktiv zusammenzuarbeiten […] Von Matthias Küntzel

Leseprobe zu Tidiane N'Diaye: Der verschleierte Völkermord. Teil 3

Vorgeblättert 15.02.2010 […] Entscheidung, ob ein Sklave freigelassen werden soll oder nicht, dem jeweiligen Herrn obliege. Das islamische Recht dagegen, das nur von Gläubigen und Ungläubigen spricht, erkennt keinerlei Form von Diskriminierung aufgrund einer, wie man nicht umhinkommt zu sagen, Rasse an. Und im Gegensatz zu den Griechen, insbesondere Aristoteles, verwarfen die ersten muslimischen Rechtsgelehrten die Vorstellung, der zufolge […]

Das Behagen an der Unkultur

Redaktionsblog - Im Ententeich 18.01.2010 […] Begriff im Westen durchgesetzt? Gibt es eine allgemeine Tendenz zur Diskriminierung und Dämonisierung des Islams? Sind wir schon so weit, dass wir Polizisten vor Moscheen postieren müssen, um sie zu schützen? Oder ist nicht der früher gebrauchte Begriff der Fremdenfeindlichkeit nach wie vor angemessener, um Phänomene der Diskriminierung und Gewalt zu beschreiben? Die Welle ausländerfeindlicher Gewalt […] nicht unter dem Begriff der Islamophobie fassen lassen: Sie richtete sich gegen Vietnamesen ebenso wie gegen Türken. Seitdem verstellt der Begriff der Islamophobie den Blick auf andere Formen der Diskriminierung. Die Muslime - das heißt, die selbsternannten Sprecher der Muslime - schreien halt am lautesten.   Sie haben mächtige Lobbys, die anders als die berühmte "Israel-Lobby" kein Raunen in deutschen […] Von Thierry Chervel

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945

Vorgeblättert 05.10.2009 […] In engem Zusammenhang mit den Kriegsvorbereitungen verhängte die NS-Führung für die deutschen Juden faktisch den Ausnahmezustand. Beamte, Minister, Parteifunktionäre und Nachbarn steigerten die Diskriminierung der Juden zum Terror, die wirtschaftliche Benachteiligung zur Enteignung, den Auswanderungsdruck zur Massenflucht. Im Pogrom vom 9. und 10. November 1938 wütete der von Goebbels so bezeichnete […]

Wunschtraum eines Apokalyptikers

Redaktionsblog - Im Ententeich 27.07.2009 […] Terror nach innen. Nichts in der Reaktion westlicher Gesellschaft auf Islam oder Islamismus ähnelt derartigen Lehren oder Verhaltensweisen. Es gibt Intoleranz, gewiss, und Indifferenz, Rassismus, Diskriminierung, das ganze Repertoire alltäglicher Gemeinheiten, unter dem allerdings nicht allein Angehörige des muslimischen Glaubens zu leiden haben. Aufgeklärt kann man sie nicht nennen. Welchen Begriff der […] Von Thierry Chervel

Durban 2: Kompromiss mit dem Hass

Essay 26.03.2009 […] Grenzen für die politische Willensbildung im Durban-2-Prozess. Wenn man, wie der "Kompromissentwurf", die Roma-Diskriminierung zu Recht in einem besonderen Punkt erwähnt (Abschnitt Nr. 82), hätte zumindest auch die brutale Verfolgung der Baha'i im Iran, aber darüber hinaus ebenso die Diskriminierung und Unterdrückung vieler anderer Gruppen (Aleviten, Assyrer, andere orientalische Christengruppen, Juden, […] oder die Hinrichtungen im Iran, über die Massenmorde im Süd- und Westsudan oder im Kongo, über die auch auf die Religion gestützte Frauendiskriminierung in vielen islamischen Ländern, über die Diskriminierung nicht-islamischer Religionen in Saudi-Arabien und in anderen islamischen Ländern, über den verbreiteten Antisemitismus in muslimischen Gesellschaften, der die Friedensbemühungen behindert, über […] anti-Semitism, Christianophobia and anti-Arabism". Antisemitismus ist aber weder ein Unterfall von Rassismus noch von Religionsfeindschaft, müsste also entweder als selbständiger Fall wie die Diskriminierung der Roma (Abschnitt Nr. 82) im Text aufgeführt oder etwa der erwähnten "Rassismus"-Gruppe als eigener Punkt zugeordnet werden. Der Holocaust wird einmal erwähnt (Abschnitt Nr. 64), dabei aber wiederum […] Von Klaus Faber

Leseprobe zu György Dalos: Der Vorhang geht auf. Teil 2

Vorgeblättert 16.02.2009 […] "Populisten" oder "Volksnatio­nale" genannt. Dies war eine Gruppierung im Rahmen der staatlich er­laubten Kultur, deren bevorzugtes Thema die ungarische Identität, die sprachliche und politische Diskriminierung der ungarischen Minderheiten in den Nachbarstaaten war, vor allem in Ceauşescus Rumänien. Sie betonte eine stärkere Verantwortung der Regierung für die "Schick­salsfragen der Nation" und hatte […]