Stichwort

Boston

Rubrik: Vorgeblättert - 20 Artikel - Seite 1 von 2

Leseprobe zu Gabriele Weingartner: Die Hunde im Souterrain. Teil 1

Vorgeblättert 18.08.2014 […] Wichtiger als Treue oder Loyalität. Und ohne dass wir dieses Wort zu häufig in den Mund genommen hätten. Klaus Manns Mephisto zum Beispiel verachteten wir. In der Präsenzbibliothek des Goethe-Instituts in Boston konnte man den Roman damals lesen, trotz des Verbots. Ulrich und ich aber vermissten die Ironie in diesem zerfledderten, offensichtlich durch viele Hände gegangenen Band eines Münchner Verlages. Wir […] während ihres irgendwann abgebrochenen Studiums - in Cambridge gelebt hatte und Manhattan ganz gut kannte, verschwieg sie ihr. Falls Sue oder jemand anders wissen wollte, warum sie sich auf New York und Boston beschränke, würde sie fröhlich antworten, dass sie nur nach dem Grab ihres Mannes suche, sonst nichts, hatte Felice sich vorgenommen. Um weitere Fragen abzublocken, war das ausreichend genau und v […]

Leseprobe zu Heinrich Detering: Thomas Manns amerikanische Religion. Teil 1

Vorgeblättert 01.10.2012 […] hatten, diese "Unitarier, die behilflich waren", das Unitarian Service Committee - wer und was war das?      Gegründet worden war das Unitarian Service Committee erst vier Monate zuvor: im Mai 1940 in Boston, gemeinsam mit Vertretern der Quäker; den unmittelbaren Anlass zur Konstituierung dieser offenbar schon seit längerem geplanten Hilfsorganisation hatte das Münchner Abkommen gegeben. Ihr erstes und […]

Leseprobe zu Joan Didion: Blaue Stunden. Teil 1

Vorgeblättert 09.02.2012 […] gezeigt wird, statt National Public Radio und The Washington Post. Ihre Lieblingsstadt dieser Reise war Dallas gewesen. Die Stadt, die sie am wenigsten mochte, Boston. Boston, hatte sie sich beschwert, wäre "ganz weiß".      "Du meinst, du hast in Boston nicht viele Schwarze gesehen", hatte Susan Traylors Mutter nachgehakt, als Quintana nach Malibu zurückkehrte und von ihrer Reise berichtete.      "Nein" […] Inn von Tucson war jeder bei der Arbeit, auch sie. "Arbeit" war eine Lebensweise, das hatte sie im Kern verstanden. Als sie neun war, nahm ich sie auf eine Lesereise durch acht Städte mit: New York, Boston, Washington, Dallas, Houston, Los Angeles, San Francisco, Chicago. "Wie gefallen dir unsere Denkmäler", hatte Katharine Graham sie in Washington gefragt. Sie schien verblüfft, aber neugierig. "Welche […]

Leseprobe zu Joan Didion: Blaue Stunden. Teil 2

Vorgeblättert 09.02.2012 […] Tochter zugeschickt zu bekommen.      "Wenn Sie fünfunddreißigtausend Dollar im Jahr zahlen, dann wollen Sie auch Dienstleistungen", teilte der Direktor des "Elternbüros" am Northeastern College in Boston Tamar Lewin von der New York Times mit, ein Büro, das sich der Elternpflege widmete, die ein nahezu allgegenwärtiger Bestandteil der Campusverwaltung geworden war. Für einen Artikel über die Verringerung […]

Leseprobe zu Zora del Buono: Big Sue. Teil 3

Vorgeblättert 12.08.2010 […] offenem Blick in die Kamera strahlend, ein paar Schwarze um ihn herum. Bald schon wurde er Inspektor der Union, verwaltete drei Plantagen, verpflichtete ehemalige Sklaven zur Landarbeit. Bereits in Boston hatte er vom Port Royal Experiment gehört und sich mit tausend Dollar eingekauft, für einen Dollar erhielt man viertausend Quadratmeter bewirtschaftetes Agrarland, Baumwolle, Indigo oder Reis. Humphrey […] er die viertausend Quadratmeter großen Einheiten zum Verkauf. Er wollte zwölf Dollar dafür haben.      Nun verstand ich Peewees wutentbranntes Schnauben. Humphreys Käufer waren seine Bekannten aus Boston und New York. Zwölf Dollar waren für sie fast ein Geschenk. Sie investierten voller Enthusiasmus, erwarben Ländereien, verpachteten sie. Den ehemaligen Sklaven blieb nichts, als sich mit winzigen Gärten […]

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Vorgeblättert 12.03.2007 […] wiedergetroffen, dem Sohn von Ronald und Nancy, dessen Plädoyer für die Stammzel­lenforschung neben der Rede Barack Obamas das zweite große Ereig­nis auf dem Nominierungskonvent der Demokraten 2004 in Boston war, und ich freute mich darüber, ihn dort ganz "zivil" zu sehen, mit Jeansweste, Khaki-T-Shirt, struppig und unausgeschlafen, und auch er improvisierte in der Morgensonne einen Tanzschritt (schließlich […] und er, versteinert, mit ständig auf und ab hüpfendem Kehlkopf, brachte nicht mehr heraus als ein erstick­tes "Wie geht’s?" Und mir gefällt auch die Geschichte über die Hinter­gründe seiner Rede in Boston, als ihm die "Speech Writers" der Partei noch am Morgen einen Schlüsseltext unterjubeln wollten, der voller Klischees und Floskeln für die Presse war, woraufhin er ihnen beschied, nein danke, das kann […]

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Vorgeblättert 08.08.2005 […] mehreren Schlachten, so war er anscheinend der Meinung, er könne nicht fallen. Trotz all seiner Fehler schienen sich die Ereignisse seinen Instinkten anzubequemen. Er begann den Krieg bei der Belagerung Bostons in der festen Absicht, den regulären britischen Soldaten, die disziplinierter und kampferprobter waren, einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Als er den Krieg mit der Belagerung von Yorktown beendete […] n Gutsherrn, der in den Krieg gezogen war. Doch dieser Mann war, wie sich Washington zu erklären bemühte, zu etwas anderem herangewachsen. Vorahnungen in Cambridge Die Geschichte der Belagerung Bostons läßt sich in einem einzigen Satz wiedergeben: Washingtons provisorische Armee hielt über 10.000 britische Soldaten mehr als neun Monate lang in der Stadt eingekesselt, und dann segelten die Briten […] daß Georg III. entschlossen war, keine politische, sondern eine militärische Lösung der imperialen Krise anzustreben, schloß er sich der weitverbreiteten Fiktion an, daß die britische Garnison in Boston "Ministerialsoldaten" beherberge, und das hieß, daß sie nicht so sehr die Wünsche des Königs repräsentierten als vielmehr die Politik böser und irregeleiteter Minister. Und obgleich er schließlich […]

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Vorgeblättert 08.08.2005 […] dem Kriege keine enthüllenden Memoiren schreiben würden, und keiner von ihnen hat das getan.      Seine andere "Familie" war das Ensemble von höheren Offizieren, die sich während der Belagerung von Boston um ihn scharten. 28 Generäle dienten schließlich im Laufe des Krieges unter Washington in der Kontinentalarmee. Fast die Hälfte von ihnen war in den Jahren 1775-76 in Cambridge zugegen. Eine umfassende […] Mannschaften, als Washington für angemessen hielt, und ebenso wie Lee war er für einen stärkeren Rückgriff auf Milizen. Gates war der Ansicht, Washingtons Plan eines Angriffs auf die britische Garnison in Boston sei reiner Wahnsinn, und angesichts seiner Erfahrung fühlte er sich frei genug, sich mehrfach beim Kriegsrat für eine defensivere Strategie auszusprechen. Sowohl Lee als auch Gates gerieten in späteren […] ungebildetste Wesen" beschrieben, und er unterstellte sich als aufstrebender General uneingeschränkt der Autorität Washingtons.      Henry Knox war ebenfalls ein begabter Amateur, ein Buchhändler aus Boston, der viel über Ingenieurwesen gelesen hatte und den sich Washington aus den Reihen der Mannschaften holte, um ihm die Führung eines Artillerieregiments zu übertragen. Er bewies im Dezember 1775 dadurch […]

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Vorgeblättert 08.08.2005 […] Washington den Entwurf für eine Unionsflagge billigte, hatte dieser unheimliche Ähnlichkeit mit dem Union Jack, und als diese Flagge im Januar 1776 erstmals über Cambridge gehißt wurde, jubelten die in Boston eingeschlossenen britischen Soldaten, weil sie vermuteten, das sei das Zeichen der Kapitulation. Zur ersten offiziellen Manifestation von Zivilkontrolle kam es im Oktober 1775, als eine Delegation […] abgesehen von einigen wenigen Fällen bis zum Koreakrieg das einzige Beispiel dafür, daß Schwarze und Weiße Seite an Seite in integrierten Einheiten dienten.      Schließlich erlaubte die Belagerung von Boston den ersten ausführlicheren Einblick in Washingtons Denkweise als Militärstratege. Seine Motive für die Unterstützung der amerikanischen Unabhängigkeit waren stets eher elementar als verfeinert. Im […] führte das zu mehreren riskanten Offensivplänen, mit denen die regulären Soldaten der Briten vertrieben werden sollten, nachdem sich herausgestellt hatte, daß Howe nicht gewillt war, hinter seinen Bostoner Schanzen hervorzukommen und ihm in offener Feldschlacht entgegenzutreten. Bei drei Gelegenheiten, im September 1775 und dann wieder im Januar und im Februar 1776, schlug Washington Frontalangriffe […]