Stichwort

Bosnien

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Efeu 19.10.2019 […] .. Handke ist kein Völkermord-Apologet. Aber jemand, der die staatlichen, systematischen Vernichtungsenergien beim Zerfall Jugoslawiens verkennt." Die historische Erfahrung vermisst auch der aus Bosnien stammende Schriftsteller Tijan Sila, zieht aber in seiner wütenden Abrechnung mit Handke in der taz andere Schlüsse: "Zum Zeitpunkt des Erscheinens solcher Bücher wie 'Winterliche Reise' sah Handke […] nur mit höflichen Problematisierungen konfrontiert - heute ist es der Zorn bosnischer Diaspora. ... Die bittersüße Ironie der Tatsache, dass genau dieses vom Krieg erschaffene globale Kulturleben Bosniens Handke in solche Bedrängnis bringt, ist ein geringer Trost." Weiteres: Die Literaturwissenschaftlerin Nahrain al-Mousawi befasst sich in der NZZ mit arabischer Science-Fiction. Die Literarische Welt […]
Efeu 14.10.2019 […] Wiederkehr des Nationalismus: "Stockholm mag weit weg liegen von Bosnien, aber nicht so weit von Norwegen, wo der Terrorist Anders Breivik 2011 77 Menschen umbrachte, viele davon Kinder in einem Ferienlager. Breivik war vom Balkan besessen und pries die serbischen Nationalisten, Miloševics Marionetten. Die Serben, die durch Bosnien wüteten, zu verteidigen, ist in unserer heutigen Kultur kein harmloser […] wahrhaft Gläubiger. Wobei er der größte lebende Dichter seines kleinen Landes blieb." Für Jagoda Marinić ist diese Auszeichnung "ein Schlag ins Gesicht, nicht nur für die Betroffenen der Massaker in Bosnien", schreibt die Schriftstellerin in der taz. "Es ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die an Menschenrechte und Fakten glauben. Es geht beim Nobelpreis nicht nur darum, ob Handke Prosa schreiben kann […]
9punkt 20.07.2019 […] fragt Miranda Jakiša, Professorin für Süd- und Ostslawische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Uni, die Sajkos Beschreibung maßlos übertrieben findet. "Nur in der Erinnerung Kroatiens, Bosniens, Serbiens, in der Erinnerung der jugoslawischen Nachfolgestaaten gelten die Gastarbeiterinnen bis heute als bemitleidete Putzfrauen. Aus der Ferne konnten und können sich die Daheimgebliebenen weder […] en Staatshaushalt bei, der schon bald fest mit den Devisen rechnete, die seine Diaspora regelmäßig nach Hause schickte. Das und die unzähligen mit Gastarbeitergeld gebauten Häuser und Betriebe in Bosnien, Kroatien, Nordmazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien sind eine Leistung der südosteuropäischen Arbeitsmigrantinnen, die bis heute nicht gewürdigt wird." […]