Perlentaucher-Autor

Thekla Dannenberg

Thekla Dannenberg, 1970 geboren, studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut in Berlin, besuchte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitete als Redakteurin bei der taz. Sie ist Redakteurin beim Perlentaucher, Mitglied der Jury für die Krimi-Bestenliste und unterrichtet Journalismus an der Universität Hildesheim. 2014 erschien ihre Übersetzung von Robert Warshows Essayband "Die unmittelbare Erfahrung".
Stichwort: Forum 2018 - 6 Artikel

Bettleroper aus Kinshasa: Machérie Ekwa Bahangos "Maki'la" (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 18.02.2018 Gleich zu Beginn macht Machérie Ekwa Bahango klar, dass sie uns mit ihrem Debütfilm "Maki'la" keine liebgewonnenen Bilder aus dem Kongo präsentieren wird. Die Sapeurs, die mit ihrem extravaganten Kleidungsstil die europäischen Feuilletons in den Bann schlagen, werden erst mit einem Kübel Spott übergossen. Es sind armselige, zerlumpte Gestalten, die durch die Straße tänzelnd den Willen zum mondänen Leben nachäffen. Von ihnen erzählt Bahango in ihrer rauen Bettleroper aus Kinshasa, mit der Musik von Papa Wemba. Von Thekla Dannenberg

Ich habe nur getan, was andere auch getan haben: Ruth Beckermanns "Waldheims Walzer" (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 17.02.2018 Ruth Beckermann ist als engagierte Autorin und feinsinnige Filmemacherin auch langjährige Chronistin der österreichischen Geschichte. Für ihren Filmessay "Waldheims Walzer" hat sie in ihrem eigenen Archiv geforscht, um auf eine Episode in der Wiener Politik zurückzublicken, die fast schon vergessen schien, aber auf einmal wieder gewaltige Relevanz entfaltet. Beckermann erinnert an den Sommer 1986, als Kurt Waldheim in Wien antrat, Bundespräsident zu werden. Von Thekla Dannenberg

Über Fußball und Freiheit: Corneliu Porumboius "Fotbal Inifinit" (Forum)

Außer Atem: Das Berlinale Blog 16.02.2018 Corneliu Porumboiu ist einer der intelligentesten Filmemacher Rumäniens, er gehört zu jener Nouvelle Vague, die in den Nuller Jahren so viel Lust auf die Entdeckung des bis dahin oft geschmähten Landes machten. Mit seinem Film "12 Uhr 8 östlich von Bukarest" gewann er die Goldene Kamera, den Preis für das beste Debüt: In einer Fernseh-Debatte streiten ein Historiker und ein Weihnachtsmann über die revolutionären Ereignisse in ihrem Dorf. Der Film war eine so kluge wie komische Parabel auf die Wende von 1989, auf das Fernsehen, die Unzuverlässigkeit der Erinnerung und den Opportunismus. Von Thekla Dannenberg
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