Subkultur Westberlin 1979-1989

Philo Fine Arts, Hamburg 2013
Angeschoben von den Impulsen des Punk entwickelt sich in Westberlin Ende der Siebziger eine vielfältige Subkultur. Super-8-Kinos, Bands und Minilabels werden gegründet, Fanzines kopiert, illegale Bars und Punkclubs wie das Risiko werden zu Treffpunkten der "Antiberliner": Punks, Alternative, Industrial und Elektronikfans, Polit-Anarchos, Lesben, Schwule, Queers und Künstler mit oder ohne Werk. In diesem Umfeld erscheint im Merve Verlag 1982 das Manifest des subkulturellen Westberlin: "Geniale Dilletanten" - benannt nach der "Großen Untergangsshow" im Tempodrom. Herausgeber des Bändchens ist Wolfgang Müller, Mitbegründer der Band Die Tödliche Doris. In seiner nun vorliegenden Geschichte der Westberliner Subkultur der Jahre 1979 bis 1989 treten neben vielen anderen auf: Gudrun Gut, Die Einstürzenden Neubauten und Iggy Pop in einer Telefonzelle, Christiane F., der spätere Loveparade-Gründer Dr. Motte und Ratten-Jenny, die 1978 Martin Kippenberger attackierte. Aber auch Orte werden aufgerufen - die Flohmärkte oder illegale Kulturstätten wie der Kuckuck.

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